Berlin, Paris und Moskau fordern rasche Souveränität Iraks
publiziert: Freitag, 5. Sep 2003 / 17:50 Uhr

Berlin/Bagdad - Deutschland und Frankreich haben ihre Vorbehalte am US-Entwurf für eine neue Irak-Resolution konkretisiert und eine rasche Wiederherstellung der Souveränität des Landes gefordert. Auch Russland kritisierte den US-Vorschlag.

Igor Ivanov, russischer Aussenminister, verlangt Änderungen bei der Irakresolution der Amerikaner.
Igor Ivanov, russischer Aussenminister, verlangt Änderungen bei der Irakresolution der Amerikaner.
Der Sprecher der deutschen Regierung Béla Anda bezeichnete den US-Entwurf zwar als gute Grundlage für weitere Beratungen. Allerdings seien dort noch nicht alle europäischen Vorschläge berücksichtigt. Doch scheine es seitens der USA die Bereitschaft zu weiterem Entgegenkommen zu geben, sagte er in Berlin.

Der französische Aussenminister Dominique de Villepin forderte, der Prozess müsse innerhalb weniger Monate abgeschlossen sein. Der UNO-Sicherheitsrat müsse den Irakern in einer sehr kurzen Frist die Oberhoheit über ihr Land zurückgeben, sagte de Villepin der Zeitung Le Figaro. Nur so werde die irakische Bevölkerung dazu gebracht, sich erneut für ihr Land einzusetzen.

Der russische Aussenminister Igor Iwanow verlangte umfangreiche Änderungen des Resolutions-Entwurfs. Er begrüsste den Entwurf allerdings grundsätzlich, da er auf einen Teil der russischen Forderungen eingehe.

Alle 15 Mitglieder des Sicherheitsrates wollten noch am Freitagabend erstmals den Arbeitsentwurf erörtern. Er sieht vor, dass die USA auch bei einer stärkeren Rolle der UNO in Irak die militärische Kontrolle behalten.

Ungewöhnlich scharf kritisierte Iwanow Äusserungen von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, seit dem Sturz Saddam Husseins gebe es bei der Stabilisierung der Lage messbare Fortschritte.

Ich bin überrascht, dass einige Vertreter Washingtons sagen, die Situation in Irak bessere sich zusehends - während sie sich täglich verschlechtert, sagte Iwanow.

Bei einem überraschenden Besuch in Bagdad hatte Rumsfeld versichert, die Lage habe sich seit offiziellem Kriegsende verbessert.

Derweil wurden bei einem bewaffneten Überfall auf eine sunnitische Moschee in Bagdad drei Jugendliche verletzt. Sunnitische und schiitische Würdenträger vereinbarten daraufhin den gemeinsamen Schutz religiöser Stätten.

(tr/sda)

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