Gysi will in Berlin gerecht Sparen

Berlins Wirtschaftssenator Gregor Gysi besuchte Zürich

publiziert: Sonntag, 27. Jan 2002 / 15:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Jan 2002 / 15:35 Uhr

Zürich - Die miserable Finanzlage Berlins zwingt den neuen Wirtschaftssenator der Deutschen Hauptstadt, Gregor Gysi (PDS), zu rigorosen Einsparungen. Gysi hofft die Massnahmen möglichst gerecht realisieren zu können, wie er bei einem Besuch in Zürich sagte.

Gregor Gysi war zu Besuch in Zürich.
Gregor Gysi war zu Besuch in Zürich.
Er rechne mit einer Streichung von rund 20 Prozent der heutigen Stellen in der Hauptverwaltung und von etwa 13 Prozent in den Bezirksverwaltungen. Dies sagte Gysi am Sonntag vor rund 200 Interessierten im Zürcher Volkshaus. Der Abbau soll etappenweise und möglichst ohne Entlassungen vor sich gehen.

Die Finanzlage Berlins ist beklagenswert: Der Schuldenberg beläuft sich auf über 80 Milliarden Mark - täglich fallen gut zehn Millionen Mark Zinsen an.

In seiner selbstironischen Art merkte Gysi denn auch an, dass seine Wahl direkt mit dieser Situation zusammenhänge: «Nur wenn gar nichts mehr da ist, wird die Linke gewählt. Die Leute hoffen dann, dass es beim Sparen ein wenig gerecht zugeht.»

Er werde sich gewiss nicht beliebt machen, ist sich Gysi bewusst. Den Gewerkschaften habe man ein Verhandlungsangebot für gegenseitiges Entgegenkommen unterbreitet, das vorübergehend rund 500 Millionen Euro jährlich spart.

Laut Gysi soll sich seine Partei, die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), im Herbst als Oppositionspartei an den Bundestagswahlen beteiligen. Man wolle damit dem «neoliberalen Zeitgeist» etwas entgegensetzen. Eine etablierte Kraft links der Sozialdemokratie sei allerdings für Deutschland etwas völlig Neues.

(kil/sda)

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