Berlusconi-Kandidat als RAI-Chef abgelehnt
publiziert: Mittwoch, 1. Jun 2005 / 07:48 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Jun 2005 / 09:15 Uhr

Rom - Italiens Parlament hat Pläne der Regierungskoalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi durchkreuzt, einen Verbündeten zum Chef des Staatssenders RAI zu machen.

Silvio Berlusconi wollte den regierungsnahen Kandidaten Andrea Monorchio als Chef installieren.
Silvio Berlusconi wollte den regierungsnahen Kandidaten Andrea Monorchio als Chef installieren.
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Das Finanzministerium hatte wenige Stunden zuvor den regierungsnahen Kandidaten Andrea Monorchio als Chef an der Spitze des grössten Mediums Italiens nominiert. Die Opposition warf der Regierung daraufhin Voreingenommenheit vor. Der zuständige Parlamentsausschuss entschied wenig später mit 20 zu zwölf Stimmen, die Kandidatur Monorchios abzulehnen.

Der linke Abgeordnete Giuseppe Giulietti nannte die Nominierung eine Provokation Berlusconis, auch vor dem Hintergrund, dass im nächsten Jahr Parlamentswahlen anstünden. Auch fünf Abgeordnete der regierenden Mitte-rechts-Koalition stimmten in dem Ausschuss gegen den Kandidaten, womit erneut im Regierungsbündnis Differenzen in der Medienpolitik zu Tage traten.

RAI "Briefkasten für Wünsche Berlusconis"

Die Autonomie des Staatssenders RAI ist seit Jahren ein heisses Thema in Italien. Der frühere RAI-Chef hatte im vergangenen Jahr seinen Hut genommen und gesagt, der Sender sei zum Briefkasten für Wünsche Berlusconis verkommen.

Der Regierungschef hat durch sein Amt indirekte Kontrolle über den Staatssender. Zudem gehört der grösste Privatsender Mediaset zu seinem Firmenimperium. Berlusconi hat bislang alle Vorwürfe zurückgewiesen, er gebe einen Konflikt zwischen seinen Geschäftsinteressen und seinem politischen Amt.

(fest/sda)

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