Berlusconi lobt Politik Mussolinis
Berlusconi lobt Politik des italienischen Diktators Mussolini
publiziert: Sonntag, 27. Jan 2013 / 21:47 Uhr
Berlusconi sagte, Italien habe «nicht dieselbe Verantwortung wie Deutschland» für die Judenverfolgung.
Berlusconi sagte, Italien habe «nicht dieselbe Verantwortung wie Deutschland» für die Judenverfolgung.

Rom - Silvio Berlusconi hat nach gewagten Äusserungen anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages harsche Kritik geerntet. Italiens früherer Regierungschef hatte lobende Worte für die Politik des faschistischen Diktators Benito Mussolini gefunden.

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Mussolinis Rassengesetze seien «der schlimmste Fehler» während seiner Regierungszeit von 1922 bis 1943 gewesen, sagte Berlusconi am Sonntag am Rande einer Veranstaltung in Mailand. Allerdings habe der Duce «in vielen anderen Bereichen gute Dinge» getan.

Ab 1938 hatte Mussolinis faschistische Regierung eine Reihe von Rassengesetzen erlassen, die Juden in Italien diskriminierten und zu ihrer Verfolgung führten. Berlusconi sagte, Italien habe jedoch «nicht dieselbe Verantwortung wie Deutschland» für die Judenverfolgung.

Berlusconi erntete für seine Äusserungen sogleich Kritik. «Es ist schlicht widerlich, dass Berlusconi sich gerade an dem Gedenktag daran macht, das Handeln des Diktators zu rehabilitieren, der Italien in den Zweiten Weltkrieg geführt hat», erklärte die Europaabgeordnete der italienischen Demokratischen Partei, Debora Serracchiani. Berlusconi trage damit eine sehr schwere moralische und politische Verantwortung.

Italiens Regierungschef Mario Monti sagte auf derselben Veranstaltung in Mailand, die Gefahr der Ausgrenzung und des Antisemitismus sei in Italien noch durchaus präsent. «Wir müssen sehr aufmerksam sein, sodass diese Feuer, die hin und wieder ausbrechen, nicht mehr zu Tragödien führen, welche die Menschheit nicht mehr erleben darf», sagte er.

Angesichts der Empörung teilte Berlusconi später mit: «Meine historischen Analysen sind immer auf der Grundlage der Verurteilung von Diktaturen erfolgt.» Er sei schon immer «ein historischer Freund Israels» gewesen. Die Empörung über seine vorherigen Aussagen sei Wahlkampfrhetorik seiner Gegner.

(fest/sda)

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