Berlusconi verliert Klage gegen den «Economist»
publiziert: Samstag, 6. Sep 2008 / 10:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Sep 2008 / 11:24 Uhr

Mailand - Ein Mailänder Gericht hat eine Verleumdungsklage des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gegen das britische Wirtschaftsmagazin «The Economist» abgewiesen. Berlusconi muss die Verfahrenskosten übernehmen.

Ein Mailänder Gericht hat eine Verleumdungsklage Berlusconis gegen «The Economist» abgewiesen.
Ein Mailänder Gericht hat eine Verleumdungsklage Berlusconis gegen «The Economist» abgewiesen.
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Das Gericht in Mailand habe alle Forderungen Berlusconis zurückgewiesen und ihm auferlegt, die dem «Economist» entstandenen Kosten zu decken, teilte das Magazin auf seiner Website mit.

In der Klage ging es um einen am 26. April 2001 unter dem Titel «An Italian Story» (Eine italienische Geschichte) veröffentlichten Artikel. Darin stellte die Zeitschrift wenige Wochen vor den Parlamentswahlen die Glaubwürdigkeit Berlusconis in Frage.

Der Medien-Milliardär habe nicht ausreichend erklärt, wie er sein Amt als Regierungschef mit seiner Position als Besitzer der drei wichtigsten italienischen TV-Privatkanäle in Einklang zu bringen gedenke, hiess es damals.

Zahlreiche Gerichtsverfahren

Zudem verwies das Blatt auf die zahlreichen Gerichtsverfahren, die bereits gegen Berlusconi angestrengt worden waren, sowie auf Gerüchte, er habe Geschäfte mit der Mafia gemacht.

Das Cover der Ausgabe zeigte ein Porträt-Foto Berlusconis mit der Überschrift «Warum Silvio Berlusconi nicht dazu geeignet ist, Italien zu führen.» Kurz nach seiner Wiederwahl zum Ministerpräsidenten zog der Mann aus Mailand damals gegen den «Economist» vor Gericht.

Richter Angelo Ricciardi urteilte nun, der Artikel habe «keine verleumderische Natur». Zudem muss Berlusconi dem Londoner Magazin 25'000 Euro an Kosten für das Verfahren zurückerstatten. Der «Economist» betonte: «Wir werden keine weiteren Kommentare abgeben. Herr Berlusconi ist erneut Ministerpräsident von Italien.»

(smw/sda)

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