Berlusconi will die USA nicht allein lassen
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 14:59 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 15:25 Uhr

Rom - Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat in einer Rede vor dem Senat den USA die Treue seines Kabinetts in der Irak-Krise bestätigt.

Silvio Berlusconi.
Silvio Berlusconi.
Wir werden die USA in ihrem Einsatz gegen die Massenvernichtungswaffen nicht allein lassen, so Berlusconi in seiner Rede. Die Vereinigten Staaten dürfen nicht isoliert bleiben. Eine sofortige und totale Zusammenarbeit des irakischen Regimes zur Entwaffnung ist absolut notwendig, andernfalls drohen Bagdad gravierende Folgen. Darüber sollte es zwischen alten Verbündeten keine Missverständnisse geben, sagte der italienische Regierungschef.

Er bestätigte, dass es in der EU zu grosser Uneinigkeit über den Irak-Konflikt gekommen sei, die nun teilweise bewältigt wurden. Die Position einiger EU-Länder sei von den USA als nationaler Egoismus bewertet worden, sagte Berlusconi, der in den vergangenen Tagen öfters mit US-Präsident George W. Bush gesprochen hatte.

Berlusconi zeigte Verständnis für die Millionen von Menschen, die in Rom am Samstag für den Frieden demonstriert hatten. Die Öffentlichkeit ist besorgt, das ist legitim. Doch die Sorge hilft nicht, die Probleme zu lösen, erklärte der Ministerpräsident.

(bsk/sda)

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