Abreibung für die FDP
Bern: BDP und GLP jubeln
publiziert: Sonntag, 23. Okt 2011 / 23:35 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Okt 2011 / 11:31 Uhr
An der Spitze: Adrian Amstutz.
An der Spitze: Adrian Amstutz.

Bern - Neue Besen kehren gut: Die BDP und die GLP sind im Kanton Bern die grossen Sieger der Nationalratswahlen. Eine Abreibung erfuhr hingegen der Freisinn.

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Die FDP verlor am Sonntag zwei ihrer vier Mandate. Der Bisherige Peter Flück schaffte die Wiederwahl nicht. Auch die CVP und die EDU verloren einen Sitz und sind neu nicht mehr im nationalen Parlament vertreten.

In der Mitte abgeräumt

In der Mitte regelrecht abgeräumt haben hingegen die BDP und die Grünliberalen, die sich beide erstmals an eidgenössischen Wahlen beteiligten. Mit ihren vier Sitzen etabliert sich die BDP endgültig als ernst zu nehmende Kraft.

Bei ihrer Abspaltung von der SVP im Jahr 2008 zügelte die BDP zwei Sitze der «Abtrünnigen» Hans Grunder und Ursula Haller ab. Diesen Besitzstand hat die Partei am Sonntag nicht nur gewahrt, sondern mit den beiden Neuen Urs Gasche und Lorenz Hess gleich verdoppelt.

Die Grünliberalen haben am Sonntag ihr Ziel mit zwei Sitzen erreicht. Ko-Präsidentin Franziska Schöni-Affolter zeigte sich überglücklich, dass ihre Partei «das Maximum erreicht» habe.

SVP stagniert

An den Polen halten sich die Verschiebungen in Grenzen. Die SVP stagniert auf acht Sitzen und konnte die bei der Parteispaltung an die BDP verlorenen zwei Sitze nicht wieder erlangen.

Die beiden bisherigen SVP-Nationalräte Thomas Fuchs und Jean-Pierre Graber schafften die Wiederwahl nicht.

Die SP und die Grünen konnten mit sechs respektive drei Sitzen den Status Quo halten. Bei den Grünen schaffte die Berner Gemeinderätin Regula Rytz den Sprung ins nationale Parlament. Bei der SP gelang dem Ex-TV-Mann Matthias Aebischer als Quereinsteiger die Wahl, im Gegensatz zum Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät.

Die Wahlbeteiligung lag bei 50,35 Prozent.

Zweiter Wahlgang

Bei den Ständeratswahlen kommt es im Kanton Bern am 20. November zu einem zweiten Wahlgang. Ein solcher war bei der grossen Zahl von zehn Kandidaten eigentlich erwartet worden.

Am meisten Stimmen erhielen im ersten Wahlgang am Sonntag die beiden Bisherigen, Adrian Amstutz (SVP) mit 143'350 Stimmen und Werner Luginbühl (BDP) mit 142'423 Stimmen.

SP-Kandidat Hans Stöckli folgte mit 128'633 Stimmen und auf Rang vier Alec von Graffenried mit 106'081 Stimmen. Die beiden wollen am Montag entscheiden, wer zum zweiten Wahlgang antritt. Es deutet viel darauf hin, dass dies der besserplatzierte Stöckli sein wird.

(bert/sda)

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