Bern, Lugano und Davos im Vorteil
publiziert: Dienstag, 7. Mrz 2006 / 07:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Mrz 2006 / 23:53 Uhr

Nur zwei Tage nach dem spannenden Qualifikations-Finale beginnen in der Eishockey-Meisterschaft am Dienstag Abend die Playoffs.

Wer wird als Sieger hervorgehen?
Wer wird als Sieger hervorgehen?
Bern (gegen Kloten), Lugano (gegen Ambri) und Davos (gegen Basel) starten als haushohe Favoriten in die Viertelfinals.

Willi Vögtlin, der Chef Spielbetrieb der Nationalliga, atmete am Sonntagabend auf, als alle Partien über die Runden gebracht waren. Beinahe hätten die Rekord-Schneefälle übers Wochenende die Spielpläne ad absurdum geführt.

Aber die Kloten Flyers schafften es ebenso nach Freiburg wie Ambri (verspätet) nach Genf. Hätte ein Spiel wegen der prekären Strassenverhältnisse verschoben werden müssen, «wären wir aufgeschmissen gewesen».

Wer entscheidet das Derby für sich?

So aber startet die spannendste Phase der Saison planmässig. Die reizvollste Begegnung ist auf den ersten Blick das Derby zwischen Lugano (2.) und Ambri (7.). Diese Serie wird vom Tessiner Fernsehen ab Spiel 1 live übertragen (Anspielzeit deshalb 20.00 Uhr).

Lugano und Ambri standen sich letztmals vor sechs Jahren im Halbfinal gegenüber. In allen sechs bisherigen Serien setzte sich Lugano gegen den Erzrivalen durch mit einem Total von 19:3 Siegen.

Lugano hat aus dem Vorjahr eine Scharte auszuwetzen, als es als Qualifikationssieger im Viertelfinal in fünf Spielen Bern unterlag, in der Resega kein Spiel gewann und in drei Heimpartien bloss vier Tore erzielte.

Vor einem Jahr waren aber Nummelin verletzt, Peltonen nicht in Form und die übrigen Ausländer den Söldnern des Gegners unterlegen. Diesmal ist Nummelin fit, Peltonen in Form und Luganos Ausländerfraktion eine der stärksten der Liga.

Wer stoppt die Grossen?

Es wäre eine gewaltige Überraschung, wenn Ambri oder Basel oder Kloten einem der drei grossen verbliebenen Meisterschaftsfavoriten das Bein stellen könnte. Der SC Bern startet aus der Pole-position in die Playoffs, Lugano strengte sich nach der Olympiapause aber nicht gross an und gewann keines seiner letzten drei Spiele.

Und in Davos schliff Arno Del Curto seit Januar an einer Mannschaft, die fähig erscheint, auch ohne Joe Thornton und Rick Nash den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Anfang Januar hatte Del Curto erklärt, dass Davos für eine mögliche Meistermannschaft noch ein Stürmer und ein Verteidiger fehlen würden. In der Zwischenzeit wurden diese Mankos mit Loic Burkhalter und Oscar Ackeström behoben.

Enge Serie

Völlig offen scheint der Ausgang in der Serie Rapperswil (4.) gegen Zug (5.) zu sein. Rapperswil verfügt zum zweiten Mal in der Klubgeschichte über den Heimvorteil, hat andererseits aber noch keine seiner sieben Viertelfinalserien gewonnen und am Sonntag gegen Zug die Hauptprobe 0:5 verloren.

«Ich erwarte eine enge Serie über mindestens sechs Spiele», meinte Zugs Coach Sean Simpson.

Zug und Rapperswil standen sich 1997 und 1998 ebenfalls in den Viertelfinals gegenüber, Zug gewann mit 3:0 und 4:3 Siegen, erreichte danach beide Male den Final und feierte 1998 seinen bislang einzigen Titelgewinn.

Fangen sich die Lions?

Parallel zu den Viertelfinals läuft auch die erste Runde in den Abstiegs-Playoffs. Vermögen die ZSC Lions den Schock wegzustecken und die Saison immerhin in Ehre zu beenden?

Gegner Servette überzeugte zuletzt und besiegte nach der Olympiapause Langnau (h), Fribourg (a) und Ambri (h). In der zweiten Partie treffen wie im Vorjahr Fribourg und Langnau aufeinander. Letzte Saison verlor Gottéron diese Serie trotz Heimvorteil 2:4.

Die Verlierer dieser zwei Serien ermitteln in einer weiteren Runde den Letzten der NLA, der gegen den NLB-Meister die Ligaqualifikation bestreiten muss.

Der Playoff-Spielplan:

Dienstag, 7. März. Spiel 1: Bern - Kloten (19.45 Uhr). Lugano - Ambri (20.00). Davos - Basel (19.45). Rapperswil - Zug (19.45). -- Abstieg: Fribourg - Langnau (19.45). ZSC Lions - Servette (19.45).

Donnerstag, 9. März. Spiel 2: Kloten - Bern (19.45 Uhr). Ambri - Lugano (20.00). Zug - Rapperswil (19.45). -- Abstieg: Langnau - Fribourg (19.45). Servette - ZSC Lions (19.45).

Freitag, 10. März. Spiel 2: Basel - Davos (19.00 Uhr).

Samstag, 11. März. Spiel 3: Bern - Kloten (19.45 Uhr). Lugano - Ambri (20.00). Davos - Basel (19.45). Rapperswil - Zug (19.45). -- Abstieg: Fribourg - Langnau (19.45). ZSC Lions - Servette (19.45).

Dienstag, 14. März. Spiel 4: Kloten - Bern (20.00 Uhr). Ambri - Lugano (20.00). Basel - Davos (20.00). Zug - Rapperswil (20.00). -- Abstieg: Langnau - Fribourg (19.45). Servette - ZSC Lions (19.45).

Donnerstag, 16. März (evtl). Spiel 5: Bern - Kloten (20.00 Uhr). Lugano - Ambri (20.00). Davos - Basel (20.00). Rapperswil - Zug (20.00). -- Abstieg: Fribourg - Langnau (19.45). ZSC Lions - Servette (19.45).

Samstag, 18. März (evtl). Spiel 6: Kloten - Bern (20.00 Uhr). Ambri - Lugano (20.00). Basel - Davos (20.00). Zug - Rapperswil (20.00). -- Abstieg: Langnau - Fribourg (19.45). Servette - ZSC Lions (19.45).

Sonntag, 19. März (evtl). Spiel 7: Bern - Kloten (15.45 Uhr). Lugano - Ambri (15.45). Davos - Basel (15.45). Rapperswil - Zug (15.45). -- Abstieg: Fribourg - Langnau (15.45). ZSC Lions - Servette (15.45).

(rr/Si)

 
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