Pop
Berner Band Lunik gibt Trennung bekannt
publiziert: Samstag, 27. Jul 2013 / 13:38 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Jul 2013 / 14:42 Uhr
Noch ist die Lunik-Ära nicht ganz zu Ende: Die Band kündigte trotz der internen Probleme nochmals ein Album an.
Noch ist die Lunik-Ära nicht ganz zu Ende: Die Band kündigte trotz der internen Probleme nochmals ein Album an.

Bern - Die Berner Band Lunik löst sich auf. Nach 15 gemeinsamen, meist erfolgreichen Jahren hätten sie und ihre beiden Bandkollegen das Gefühl, es sei alles gesagt, erklärte Sängerin Jaël Malli in einem Interview.

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Lunik, das waren zuletzt neben Malli Gitarrist Luk Zimmermann und der Keyboarder Cédric Monnier. Die Sängerin und ihr einstiger Lebenspartner Zimmermann hatten 2007 zusammen auch das Duo MiNa gegründet. Das Aus von Lunik erfolge per Jahresende 2013, schrieb die Band in einem Communiqué vom Samstagmorgen.

Musikalisch und persönlich hätten sie und Zimmermann sich auseinandergelebt, sagte die 33-jährige Bernerin in einem Interview mit dem «Bund» vom Samstag: «Wir haben gemerkt, dass wir keinen Spass mehr haben, Zeit miteinander zu verbringen.»

Die Erkenntnis, dass es nach all den Jahren nicht mehr weitergehe, sei schlussendlich dann doch ein Schock gewesen. Schon im Januar diskutierte die Band erstmals eine Trennung, dann verreiste Frontfrau Jaël einige Zeit, um einen «klaren Kopf» zu bekommen.

Damals habe sie sogar mit dem Gedanken gespielt, nie mehr auf einer Bühne zu stehen. Gespräche mit Musiker-Freunden hätten sie aber davon abgebracht. Wie es jedoch in musikalischer Hinsicht für sie weitergehen wird, lässt die Sängerin mit der charakteristischen, zarten Stimme bisher offen.

Ein letztes Album

Noch ist die Lunik-Ära nicht ganz zu Ende; die Band kündigte in der Mitteilung trotz der internen Probleme nämlich nochmals ein Album an, das im Spätsommer veröffentlicht werden soll. «Es gab noch sehr viele Songs und Skizzen, die wir zu Ende bringen wollten», erklärt Malli das ungewöhnliche Ansinnen. «Encore» - frei übersetzt «Zugabe» - soll die letzte Scheibe heissen.

Das Album enthalte neben 11 unveröffentlichten Songs auch 14 Liveaufnahmen vom vergangenen Oktober. Damals waren Lunik gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester aufgetreten.

Aufgenommen wurden die neuen Stücke aber schön getrennt: Monnier und Malli produzierten in Bern, Zimmermann in Berlin. Es sei quasi ein «Fernbeziehungs-Album» geworden.

Im Communiqué kündigen Lunik auch ihre vier letzten Liveauftritte an, unter anderem am 12. Dezember im Kulturcasino in Bern (mit dem Zürcher Kammerorchester) oder am morgigen Sonntag am Festival Am Schluss in Thun.

Acht Studioalben

Lunik hatten mit «Rumour» 1999 ihr erstes Album veröffentlicht. Damals bewegte sich die Band noch im stilistischen Bereich von Trip Hop, mit den späteren Alben näherten sich Lunik dem Pop an.

Die letzten drei Alben der Band standen auf dem ersten Platz der Schweizer Hitparade, darunter «What Is Next» (2012). Insgesamt publizierten Lunik acht Alben.

(asu/sda)

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