Rennen um Sommaruga-Nachfolge
Berner EVP hofft auf Sitz im Stöckli
publiziert: Montag, 13. Dez 2010 / 11:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Dez 2010 / 11:47 Uhr
Marc Jost will in den Ständerat.
Marc Jost will in den Ständerat.

Bern - Auch die EVP interessiert sich für den freien Berner Sitz im Ständerat. Die Partei hat am Montag den Thuner Grossrat Marc Jost als Kandidat für die Ersatzwahl vom 13. Februar präsentiert.

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Der 36-Jährige sei eine echte Alternative für die Mitte-Wähler, sagte EVP-Kantonalpräsident Gerhard Baumgartner vor den Medien in Bern. Denn die Kandidaturen von Ursula Wyss (SP), Adrian Amstutz (SVP) und Christa Markwalder (FDP) seien allesamt «sehr polarisierend».

Die Nomination von Marc Jost erfolgte im Zirkulationsverfahren. Rund 70 Prozent der Parteidelegierten sprachen sich für eine Kandidatur des Thuners aus.

Gegen AKWs

Jost möchte sich im Ständerat «für starke Familien, eine intakte Umwelt und eine verantwortungsvolle Wirtschaft» einsetzen. Im Gegensatz zu manchen Parteifreunden lehnt er den Bau eines neuen AKW ab. Diese Haltung könnte eine wichtige Rolle spielen, denn am 13. Februar steht auch die Mühleberg-Abstimmung auf dem Programm.

Im Ständerat ist der eine Berner Sitz vakant, seit Simonetta Sommaruga (SP) in den Bundesrat gewählt wurde. Beobachter gehen davon aus, dass das Rennen erst im zweiten Wahlgang entschieden wird. Der andere Berner Vertreter in der kleinen Kammer ist Werner Luginbühl (BDP).

(fkl/sda)

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