Stadt-Bern: Vandalenakte gegen Oster-Aktion Polizei rettet Riesen-Ei aus der Aare
Berner Eier stossen auf erbitterte Feindschaft
publiziert: Montag, 3. Apr 2000 / 16:25 Uhr

Bern - Eine nicht alltägliche Rettungsaktion hatte am Montag die Stadtberner Sanitätspolizei zu leisten: Sie retteten eines der Riesen-Ostereier aus der Aare, die seit einigen Tagen die Gassen der Bundesstadt schmücken - und nicht nach jedermanns Geschmack sind.

Um 07.40 Uhr war der Polizei das auf der Höhe des Matte- Quartiers treibende Ei gemeldet worden. Gesichert wurde es von zwei Sanitätspolizisten, die sich auf dem Weg zum Tauchtraining befanden, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei heisst. Zur Bergung des beschädigten Eis waren vier weitere Beamte notwendig.
Die Gassen der Stadt Bern verschönern seit rund einer Woche 60 knapp mannshohe, buntbemalte Kunststoff-Eier. Sie sollen für sieben Wochen zum Blickfang in der Bundesstadt werden. Initianten der Aktion sind Bern Tourismus, der City-Verband und der Burgdorfer Künstler Pierre Mettraux.
Nicht überall stossen die Eier aber auf Gegenliebe: Etliche Exemplare sind bereits von Vandalen entführt oder beschädigt worden. So wurde kurz nach Beginn der Aktion ein Ei über die Münsterplattform hinaus in das dort angebrachte Netz für Suizidgefährdete geworfen.
Laut Auskunft der zuständigen Werbeagentur ist Mettraux inzwischen permanent mit dem Reparieren beschädigter Eier beschäftigt. Die Ei-Aktion soll aber trotz dem Tun der Ei-Gegner weitergeführt werden. Bei der Polizei ist bis am Montag noch keine Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen.

(sda)

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