Ständerats-Ersatzwahl
Berner SP nominiert Ursula Wyss
publiziert: Mittwoch, 24. Nov 2010 / 21:08 Uhr
Ursula Wyss.
Ursula Wyss.

Bern - Nationalrätin Ursula Wyss soll für die Berner SP den Sitz im Ständerat verteidigen. Der kantonale Parteitag nominierte sie am Mittwoch in Bern einstimmig für die Ersatzwahl vom 13. Februar 2011.

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Die 37-jährige Chefin der SP-Bundeshausfraktion kann auch auf die Unterstützung der Grünen zählen. Die Ersatzwahl wurde nötig, nachdem Simonetta Sommaruga (SP/BE) in den Bundesrat gewählt wurde. Nebst Ursula Wyss erheben Adrian Amstutz (SVP) und Christa Markwalder (FDP) Anspruch auf den Sitz im Ständerat.

Wyss betonte am Parteitag, sie wolle sich in der kleinen Kammer unter anderem für den Mittelstand und für den Zusammenhalt von Stadt und Land einsetzen. Die neue Bundesrätin Sommaruga, die von ihrer Partei mit grossem Applaus begrüsst wurde, bezeichnete Wyss als Brückenbauerin zwischen den politischen Parteien.

Näf will Reihen schliessen

Der Richtungsstreit innerhalb der SP Schweiz gab am Mittwoch auch bei den Berner Genossen zu reden. Kantonalpräsident Roland Näf bemühte sich, die Reihen zu schliessen. Eine Spaltung der SP müsse ein «bürgerliches Hirngespinst» bleiben.

«Wir erreichen unsere Ziele mit konkreter politischer Arbeit und mit leidenschaftlichen Debatten zum Parteiprogramm», sagte Näf. Beide Faktoren seien für den Erfolg der Partei nötig.

Lumengo überraschte Parteispitze

Näf äusserte sich auch kurz zum Fall Ricardo Lumengo. Der Bieler Nationalrat habe sich vor dem Prozess gegenüber der Parteispitze bereit erklärt, im Fall einer erstinstanzlichen Verurteilung wegen Wahlfälschung zurückzutreten.

«Das hat er zu unserer Überraschung nicht gemacht.» Trotzdem hätte man gerne gemeinsam eine Lösung gefunden, beteuerte Näf. Weder die Geschäftsleitung noch die Parteileitung hätten Lumengo zum Austritt aus der SP aufgefordert.

(bert/sda)

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