Berner SVP-Exponent provoziert Tumult im Stadtrat
publiziert: Donnerstag, 4. Mai 2006 / 21:00 Uhr

Bern - Der Vergleich abgewiesener Asylbewerber mit Ameisen und Kühen durch Erich Hess von der Jungen SVP hat im Berner Stadtrat zum Eklat geführt.

Erich Hess wurde das Mikrophon abgestellt.
Erich Hess wurde das Mikrophon abgestellt.
Hess wurde von der Ratslinken niedergeschrien, der grüne Ratspräsident stellte ihm das Mikrofon ab. Bereits in der Stadtratsdebatte vom Donnerstag vergangener Woche über abgewiesene Asylbewerber hatte Hess, Präsident der kantonalbernsichen JSVP, einen Vergleich zwischen Ameisen und Ausländern gezogen: Er sprach von Ameisen die unter seinem Bett eine «Getränkeflasche mit süssem Inhalt» gefunden hatten.

Die Ameisen seien verschwunden, nachdem er die Flasche weggeräumt habe. Auch den ungebetenen Gästen in der Schweiz dürfe nicht ständig der Speck hingehalten werden.

SVP fordert Entschuldigung

Bereits damals drohte ihm der Sitzungsleiter, das Mikrofon abzustellen. Der SVP-Fraktionchef sprach von einer verbalen Entgleisung und forderte eine Entschuldigung von Hess.

Zu dieser setzte Hess an, jedoch ohne Erfolg: Er habe nie abgewiesene Asylbewerber mit Insekten vergleichen wollen, es sei ihm vielmehr um den Vergleich der Flasche mit den finaziellen Mitteln für abgewiesene Asylbewerber gegangen. Er entschuldige sich bei jenen, die dies anders verstanden hätten.

Auf saftiger Weide

Ein besseres Beispiel wäre gewesen, «von Kühen auf einer saftigen Weide zu sprechen», fuhr Hess fort. Er wurde darauf von einem Teil der Ratslinken niedergeschrien, Ratspräsident Peter Künzler (Grüne Freie Liste) stellte Hess das Mikrofon ab.

Hess habe mit seinen «historisch negativ belasteten Äusserungen» einen Fehler gemacht, sagte SVP-Fraktionschef Simon Glauser vor dem Rat. Die Fraktion entschuldige sich dafür «in aller Form».

(ht/sda)

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