Altersvorsorge
Berset: Alle politischen Lager müssen über ihren Schatten springen
publiziert: Samstag, 22. Nov 2014 / 14:50 Uhr
Eine Erhöhung des Rentenalters über 65 Jahre hinaus sieht Berset nicht als Option: (Archivbild)
Eine Erhöhung des Rentenalters über 65 Jahre hinaus sieht Berset nicht als Option: (Archivbild)

Bern - Für das Reformpaket des Bundesrats zur Altersvorsorge müssen gemäss Innenminister Alain Berset «alle politischen Lager über den Schatten springen». Von seiner Partei fordert der SP-Bundesrat, dass sie sich zur Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre «durchringt».

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Wer das Reformprojekt ablehne, spiele mit dem Feuer, sagte Berset in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag. Die Kritik von links bis rechts sieht der Innenminister gelassen: «Das ist doch normal bei einem solchen Projekt.»

Während sich die Linke an der Erhöhung des Frauenrentenalters und der Senkung des Umwandlungssatzes stört, würden die Bürgerlichen die Altersvorsorge gerne gestückelt und nicht mit einem Gesamtpaket reformieren. Der Bundesrat sei zum Schluss gekommen, dass ein ausgewogenes Paket «mehr Chancen auf eine politische Mehrheit hat als Einzelvorlagen», sagte Berset.

Effektives Rentenalter anheben

Eine Erhöhung des Rentenalters über 65 Jahre hinaus sieht Berset nicht als Option: Eine Debatte darüber könne nur auf einer theoretischen Ebene geführt werden - in der realen Welt wäre die Reform gemäss Berset «tot», würde man die Erhöhung ins Spiel bringen.

Wichtig sei die Anhebung des effektiven Rentenalters, sagte Berset in der Samstagsrundschau von Radio SRF. Denn dieses liege heute bei Männern und Frauen unter dem ordentlichen Rentenalter. Dafür brauche es die Möglichkeit eines flexiblen Rückzuges aus dem Erwerbsleben, wie sie die Vorlage des Bundesrats vorsieht.

«Sicher wird das Parlament an diesem Paket Änderungen vornehmen», sagte der SP-Bundesrat gegenüber der «NZZ» weiter. Doch National- und Ständerat stünden in der Pflicht, eine mehrheitsfähige Vorlage zu erarbeiten. Denn: «Entscheidend ist, was Volk und Stände am Ende sagen.»

(bert/sda)

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