Berset trommelt für Musikförderung
publiziert: Montag, 20. Aug 2012 / 13:30 Uhr
Alain Berset
Alain Berset

Bern - In Schweizer Schulen soll künftig wieder mehr getrommelt, gefiedelt, gezupft oder gesungen werden. Bundesrat Alain Berset hat sich vor den Medien für die Musikförderung stark gemacht, über die das Volk am 23. September abstimmt.

Schallplatten vom Feinsten in der 50s Tankstelle am Platztor
3 Meldungen im Zusammenhang
«Die musikalische Bildung ist genauso wichtig wie Schreiben, Lesen und Rechnen», sagte der Bildungs- und Kulturminister vor den Medien in Bern.

Die Bildung in Musik sei ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in der Schweiz und müsse deshalb gefördert werden, argumentierten Berset und die Präsidentin der kantonalen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), Isabelle Chassot, bei der Lancierung der Kampagne für die Abstimmung vom 23. September.

Musik fördere nicht nur die geistigen und sozialen Fähigkeiten des Einzelnen, sondern auch den Zusammenhalt der Gesellschaft, sagte der SP-Bundesrat. Das zeige sich etwa an den vielen Festivals im ganzen Land, die viele Besucher anlockten. Zudem verbinde die Musik die Generationen.

Erleichterung über Gegenentwurf

Berset und Chassot zeigten sich erleichtert, dass nicht die Initiative «Jugend + Musik», sondern ein abgespeckter Gegenvorschlag vors Volk kommt. Dieser respektiere den Föderalismus und greife nicht in die Bildungshoheit der Kantone ein, sagten sie.

Der Verfassungsartikel weist die Kantone unter anderem an, für die musikalische Bildung einen schweizweit einheitlichen Lehrplan auszuarbeiten. Kommt dieser nicht zustande, müsste der Bund eingreifen. Damit werden laut Chassot offene Türen eingerannt. Die Kantone seien längst daran, gemeinsame Ziele zu formulieren, sagte sie.

Die Arbeiten laufen, seitdem das Stimmvolk 2006 den Bildungsartikel mit der Forderung nach der Harmonisierung der Bildungsziele angenommen hat. Voraussichtlich 2014 sollen die Ziele schweizweit vergleichbar sein. Die Initianten wollen mit der Forderung einen besseren Musikunterricht an den Schulen erreichen.

Bund soll mitzahlen

Der Musikartikel hat aber nicht nur die schulische Bildung im Visier, sondern auch die ausserschulische. Diese wird heute oft privat in Musikschulen angeboten, organisiert und auch finanziert, wie Chassot zu bedenken gab. Entsprechend gross sind die Unterschiede, wie viel Schüler je nach Kanton und Gemeinde bezahlen müssen.

Wenn nun der Bund bei Annahme der Initiative die Kompetenz erhalte, Grundsätze für den Zugang zur Musikbildung festzulegen, dürfte dies auch etwas kosten, sagte Chassot. Nach dem Motto «Wenn der Bund reinredet, muss er auch mitbezahlen» pochte sie auf eine angemessene Kostenbeteiligung des Bundes. Zugleich mahnte sie, nicht andernorts bei der Bildung Gelder zu streichen.

Der Verfassungsartikel für die Jugendmusikförderung ist ein Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Jugend + Musik». Getragen wurde diese von der gleichnamigen Interessengemeinschaft, in der die meisten Musikverbände der Schweiz vertreten sind. In der Schweiz musizieren schätzungsweise 600'000 Personen in Vereinen.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - FDP-Ständerätin Christine Egerszegi ist sehr erfreut über das Volks-Ja zur Musikförderung. Ein solch gutes ... mehr lesen
Christine Egerszegi, FDP-Ständerätin und Präsidentin der Interessengemeinschaft «Jugend und Musik»
Über drei nationale Vorlagen hat das Schweizer Stimmvolk heute zu entscheiden.
Bern - Das Stimmvolk hat am heutigen Sonntag auf eidgenössischer Ebene über drei Vorlagen zu befinden. Offen ist laut Umfragen vor ... mehr lesen
Bern - Musikbildung soll für alle zugänglich sein, unabhängig von ihrer finanziellen Lage. Mit diesem Argument steigen die ... mehr lesen
Saxophon-Unterricht an der Musikschule.
Schallplatten vom Feinsten in der 50s Tankstelle am Platztor
Anastacia kommt erst am 17. Januar 2015 nach Zürich.
Anastacia kommt erst am 17. Januar 2015 nach ...
Kehlkopfentzündung  Zürich/Locarno - Schlechte Nachrichten für Fans von Anastacia: Sie muss aufgrund einer Kehlkopfentzündung eine mehrwöchige Pause einlegen und deshalb ihre Herbsttournee verschieben. Betroffen davon sind auch das Konzert in Zürich am 3. November und das in Locarno am 20. November. 
piratenradio.ch Musik Doku  Marilyn Manson und seine Kritiker sind sich einig: er kommt direkt aus der Hölle. Während sich Evangelikale und naive Eltern von ...  
Ist begeistert von Iggy Azalea's tanzen - sie selbst wurde aus der Tanzchoreographie gestrichen.
Verrückte Geschenke  Wem's gefällt ... Der Pop-Mieze Charli XCX (22) wurde von ihren Fans eine Justin-Bieber-Gummipuppe überreicht.  
Charli XCX war eine leidenschaftliche Laborratte Songschreiberin Charli XCX (22) liebt Chemie, gab ihre Passion allerdings auf, als sie feststellte, ...
Charli XCX entschloss sich, der Musik eine Chance zu geben.
Titel Forum Teaser
art-tv.ch TanzPlan Ost: Auftakt Tournee 2014 Ein Tanzfestival auf Tournee, das regionalen Kompanien ...
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.


Online hören

Play
PlayerEQ
Mit Flash Player hören
Mit dem eigenen Player hören

Jetzt läuft

timer

Letzte 10 Titel

timer
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 9°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 5°C 14°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 8°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 4°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 7°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 5°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 8°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten