Berthod mit Weltrekord zum Sensationssieg
publiziert: Sonntag, 7. Jan 2007 / 14:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Jan 2007 / 18:47 Uhr

Marc Berthod hat mit einer sensationellen Leistung im zweiten Lauf den Weltcup-Slalom in Adelboden gewonnen. Der Bündner stiess mit überlegener Bestzeit vom 27. Platz an die Spitze vor.

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Von 27 auf 1 - das bedeutet «Weltrekord», das hatte vor Marc Berthod noch keiner geschafft.

Die bisherige Bestmarke hatte Benjamin Raich gehalten, der vor sieben Jahren in Schladming den Nachtslalom aus der 23. Position für sich entschieden hatte.

Für den Pitztaler wars damals ebenfalls der erste Weltcup-Sieg gewesen. Keinen Rekord bedeutet allerdings der Sieg mit der Nummer 60. Im November 2001 hatte Ivica Kostelic im Slalom in Aspen mit der «64» triumphiert.

Berthods beste Slalom-Leistung

Die grosse Show hatte Marc Berthod schon am Morgen eingeleitet. Der St. Moritzer kämpfte sich im ersten Durchgang trotz einer schon stark ramponierten Piste mit der Startnummer 60 in den 27. Rang vor, doch das Beste hob sich der Sohn des früheren Abfahrers Martin Berthod fürs Finale auf.

Berthod fuhr mit der besten Slalom-Leistung seiner bisherigen Karriere hoch überlegen Bestzeit, distanzierte den Zweitschnellsten, den Italiener Manfred Mölgg, um 1,53 Sekunden und machte sich zum ersten Schweizer Slalom-Sieger seit Didier Plaschy, der im Dezember 1999 in Kranjska Gora nur einen Monat nach seiner Premiere in Beaver Creek nachgedoppelt hatte.

Erster Weltcup-Sieg für Rufener

Sein bisheriges Bestergebnis hatte Berthod mit dem 16. Rang vor zwölf Monaten ebenfalls in Adelboden abgeliefert. Berthod sorgte zugleich für den ersten Weltcup-Sieg in der Aera von Cheftrainer Martin Rufener. Als Didier Cuche Ende Januar 2004 die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen hatte, hatte der Berner noch nicht das Szepter innegehabt.

Auf der Piste am Kuonisbergli hatte Berthod schon vor zwei Jahren eine spezielle Vorstellung gegeben. Damals war er mit der Startnummer 58 im Riesenslalom in den 7. Rang vorgefahren, der bis zum 2. Platz in der Super-Kombination Ende November in Beaver Creek das Bestergebnis dargestellt hatte.

Auch Albrecht überzeugt

Seine Position im zweiten Lauf verbesserte auch Daniel Albrecht. Berthods Kumpel machte neun Plätze gut und schaffte damit sein zweitbestes Ergebnis in dieser Sparte. Besser war der Walliser bislang einzig als Vierter zu Beginn dieses Winters in Beaver Creek klassiert.

Marc Gini, der nach dem ersten Lauf als 14. überraschend der bestplatzierte Schweizer war, rutschte nach einer fehlerhaften Fahrt an den Schluss des Klassements ab.

Schlussklassement:
1. Marc Berthod (Sz) 1:47,42. 2. Benjamin Raich (Ö) 0,26 zurück. 3. Mario Matt (Ö) 0,38. 4. Kalle Palander (Fi) 0,40. 5. Markus Larsson (Sd) 0,55. 6. Giorgio Rocca (It) 0,68. 7. Manfred Mölgg (It) 0,69. 8. Jens Byggmark (Sd) 0,82.

9. Michael Janyk (Ka) 0,98. 10. Daniel Albrecht (Sz) 1,25. 11. Ondrej Bank (Tsch) 1,28. 12. Julien Lizeroux (Fr) 1,40. 13. Jean-Baptiste Grange (Fr) 1,57. 14. Akira Sasaki (Jap) 1,62. 15. Kurt Engl (Ö) 1,83.

16. Cristian Deville (It) 1,87. 17. Mitja Dragsic (Sln) 1,92. 18. Felix Neureuther (De) 2,08. 19. Anton Lahdenperä (Sd) 2,10. 20. Mattias Hargin (Sd) 2,24. 21. Romed Baumann (Ö) 2,30. 22. Mitja Valencic (Sln) 2,58. 23. Marc Gini (Sz) 3,27.

(dl/Si)

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