Besatzung der «Arctic Sea» auf Sal eingetroffen
publiziert: Mittwoch, 19. Aug 2009 / 19:50 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Aug 2009 / 00:05 Uhr

Moskau - Vier Tage nach der Befreiung des lange verschollen geglaubten Frachters «Arctic Sea» hat Russlands Luftwaffe die acht angeblichen Piraten sowie die meisten Seeleute nach Moskau geflogen. In der Presse häufen sich derweil Berichte, dass der Frachter Waffen geladen haben könnte.

Die Entführer hatten mit dem Versenken des Frachters gedroht.
Die Entführer hatten mit dem Versenken des Frachters gedroht.
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Drei Militärflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 landeten auf dem Flughafen Tschkalowski, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Der Kapitän der «Arctic Sea» sowie drei weitere Seeleute halten weiter Wache auf dem angeblich mit Holz beladenen Schiff.

Die «Arctic Sea» liegt noch vor der westafrikanischen Küste des Inselstaats Kap Verde.

Dort war das Schiff am Montag nach offiziellen Angaben aus der Gewalt von Piraten befreit worden.

Besatzung gesund

Das russische Staatsfernsehen zeigte, wie die angeblichen Seeräuber aus Lettland, Estland und Russland aus dem Flugzeug über das Rollfeld von Unformierten abgeführt wurden.

Am Mittwochabend hatten die russischen Behörden auch erstmals Bilder von der befreiten Besatzung veröffentlicht. Die Männer wirkten gesundheitlich wohlauf.

Nach Medienberichten werden sowohl die angeblichen Seeräuber als auch die befreiten Seeleute weiter vom russischen Geheimdienst verhört.

Nach offizieller russischer Darstellung hatten Piraten den Frachter bereits am 24. Juli vor der schwedischen Küste in ihre Gewalt gebracht. Militärexperten vermuten allerdings, dass die «Arctic Sea» auch Waffen geschmuggelt haben könnte. Russische und ukrainische Zeitungen schrieben, dass es sich um Marschflugkörper handeln könnte.

(bert/sda)

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