Besteuerung für Grenzgänger aus Italien wird überprüft
publiziert: Donnerstag, 19. Nov 2009 / 23:54 Uhr

Bern - Bundespräsident Hans-Rudolf Merz lässt die Besteuerung der Grenzgänger aus Italien überprüfen. Er erfüllt damit eine Forderung der Tessiner Regierung, die er zu Gesprächen über die Steueramnestie in Italien empfing.

Hans-Rudolf Merz setzt sich für eine Gesamtlösung ein. (Archivbild)
Hans-Rudolf Merz setzt sich für eine Gesamtlösung ein. (Archivbild)
6 Meldungen im Zusammenhang
Der Tessiner Finanzplatz und der gesamte Kanton stehe wegen der Steueramnestie in Italien unter grossem Druck, sagte Merz nach den Gesprächen vor den Medien in Bern. «Es geht nun darum, eine weitere Eskalation zu verhindern.» Sinnvoll sei nur eine Gesamtlösung.

«Zu gegebener Zeit werden wir mit Italien über ein Gesamtpaket verhandeln», sagte der Bundespräsident. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, um über einzelne Inhalte zu sprechen. Verschiedenes werde geprüft, und im Dezember werde der Bundesrat eine neue Finanzmarktstrategie präsentieren.

Senkung der Rückzahlung

Auf einzelne Anliegen der Tessiner Regierung habe er aber sofort eingehen können, versicherte Merz. So werde er eine Arbeitsgruppe einsetzen, um die Besteuerung der Grenzgänger aus Italien zu überprüfen.

Die Schweiz erhebt auf den Löhnen der 55'000 Grenzgänger eine Quellensteuer, deren Ertrag zu 40 Prozent an Italien fliesst. Künftig könnte es weniger sein. An Österreich beispielsweise werden bloss 12,5 Prozent der Einnahmen überwiesen. Ziel sei eine Vereinbarung, die auf Gegenrecht basiere, sagte Merz.

Der Kanton Tessin möchte die eingesparten Gelder zur Deckung von Kosten einsetzen, welche die Grenzgänger verursachen, wie Regierungspräsident Gabriele Gendotti (FDP) erklärte. Er denke da zum Beispiel an den Verkehr.

Neben Gendotti (FDP) nahmen Regierungsrat Luigi Pedrazzini (CVP) und Regierungsrätin Laura Sadis (FDP) an den Gesprächen mit Bundespräsident Merz teil.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sie hätten die gesetzten Ziele erreicht und «wenn man die Resultate betrachtet, ging kein einziges Dossier schief», sagte Merz.
Bern - Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat in einem Interview mit der Online-Ausgabe der Gratiszeitung «20 Minuten» eine durchwegs positive Bilanz seines Präsidialjahres gezogen. Auch in ... mehr lesen 4
Cadempino TI - Der Bund soll dem Kanton Tessin mit einem Sonderbeitrag in ... mehr lesen
Der Bund soll dem Kanton Tessin mit einem Sonderbeitrag unter die Arme greifen.
Die italienische Polizei hatte im Februar belastende Unterlagen sichergestellt. (Symbolbild)
Lugano/Mailand - Die italienische ... mehr lesen
Bern - Bundespräsident Hans-Rudolf Merz will keine weitere Eskalation im ... mehr lesen
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bundespräsident Merz: Die Verhandlungen mit Italien sind auf Eis gelegt.
Rom - Die italienische Regierung ... mehr lesen
Knapp 30%...
Der Unterschied zur aktuell bestehenden Quellensteuer würde immerhin auch jährlich einen Milliarden-Betrag zugunsten der Schweiz bedeuten...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen 
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. mehr lesen   1
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Basel 10°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
St. Gallen 4°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Bern 6°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Genf 5°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Lugano 3°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten