Kriminalität
Bestohlene melden sich vermehrt beim virtuellen Polizeiposten
publiziert: Montag, 30. Mai 2016 / 15:53 Uhr
Zwölf Kantone betreiben den virtuellen Polizeiposten.
Zwölf Kantone betreiben den virtuellen Polizeiposten.

Zürich - Der virtuelle Polizeiposten, den bislang zwölf Kantone gemeinsam betreiben, kommt bei der Bevölkerung gut an. Im vergangenen Jahr sind erstmals mehr Velodiebstähle über «www.suisse-epolice.ch» angezeigt worden als in einem realen Polizeiposten.

Der virtuelle Polizeiposten ist eine zentrale Plattform für die Online-Erfassung von Meldungen: Insbesondere Bagatelldelikte können rund um die Uhr über die elektronischen Formulare eingegeben und der Polizei übermittelt werden.

Die Plattform, die im Oktober 2013 gestartet wurde, werde gut genutzt, teilte der Verein «Harmonisierung der Schweizer Polizeiinformatik» (HPI) am Montag mit. «Velodiebstähle werden in den Mitgliederkantonen bevorzugt über ePolice gemeldet.»

Der virtuelle Polizeiposten wird laufend ausgebaut. Bislang konnten Diebstähle von Fahrrädern, Mofas und Kontrollschildern rund um die Uhr über das Internet angezeigt werden. Seit diesem Monat können neu auch gestohlene elektronische Geräte - beispielsweise Handys - online gemeldet werden.

Skis und Snowboards melden

Von einer weiteren Neuerung wird - saisonal bedingt - wohl noch wenig Gebrauch gemacht: Seit Mai nimmt ePolice auch Meldungen über gestohlene Skis und Snowboards entgegen.

Seit kurzem steht zudem der Bereich «Sachbeschädigungen» insbesondere institutionellen Nutzern wie Gemeinden, Liegenschaftsverwaltungen oder Transportunternehmen zur Verfügung. Diese können Anzeigen direkt aus ihrem Fallbearbeitungstool genieren. Wie HPI mitteilte, entsprechen «Anzeigen über diesen Service in Form und Recht einer persönlich erstatteten Anzeige».

Das Angebot des virtuellen Postens soll weiter ausgebaut werden. Nicht nur inhaltlich, sondern auch geografisch. Beteiligt sind inzwischen die Kantone Zürich, Bern, Zug, Freiburg, Schaffhausen, St. Gallen, Neuenburg, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Landschaft, Solothurn und Graubünden. Zu Beginn dieses Jahres stiess der Thurgau hinzu. Als dreizehnter Kanton wird im Juni Basel-Stadt dazukommen.

Damit haben gemäss HPI-Mitteilung inzwischen 57 Prozent der Schweizer Einwohner Zugriff auf den virtuellen Polizeiposten.

(sda)

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