Familien
Betreuungsplätze für Kinder für weitere vier Jahre
publiziert: Dienstag, 16. Sep 2014 / 12:44 Uhr
Die Nachfrage nach Kindertagesstätten oder Tagesschulen ist weiterhin hoch.
Die Nachfrage nach Kindertagesstätten oder Tagesschulen ist weiterhin hoch.

Bern - Der Bund unterstützt die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder während weiteren vier Jahren. Nachdem am Dienstag auch der Ständerat der Verlängerung der Anschubfinanzierung zugestimmt hat, stehen dafür ab Februar 2015 120 Millionen Franken zur Verfügung.

2 Meldungen im Zusammenhang
Das 2003 gestartete Programm war 2011 ein erstes Mal verlängert worden und ist nun auf Ende Januar 2015 befristet. Bisher konnten mit gut 300 Millionen Franken rund 43'000 neue Plätze für die Kinderbetreuung geschaffen werden. Das Impulsprogramm des Bundes ist erwiesenermassen nachhaltig: Fast alle Angebote existieren nach Einstellung der Subventionszahlungen weiter.

Die Nachfrage nach Kindertagesstätten oder Tagesschulen ist jedoch weiterhin hoch. Die Zürcher BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti (BDP/ZH) forderte darum per parlamentarischer Initiative, die Förderung über 2015 hinaus weiterzuführen. Die Bildungskommissionen beider Räte hiessen die Initiative gut.

Betreuungsplätze gegen Fachkräftemangel

Auch der Bundesrat, der eine Verlängerung zunächst abgelehnt hatte, unterstützte die Initiative. In einer Stellungnahme machte er einen Zusammenhang mit seiner Fachkräfteinitiative, aber auch mit der Masseneinwanderungsinitiative der SVP: Dadurch könnte sich der Mangel an Fachkräften noch verschärfen, schreibt der Bundesrat. Darum müsse das einheimische Potenzial noch besser genutzt werden.

Gleichzeitig stellte der Bundesrat klar, dass die Schaffung von familienergänzenden Betreuungsplätzen in erster Linie Sache von Kantonen und Gemeinden sei. Der Nationalrat hiess die Vorlage letzte Woche gegen die Stimmen von SVP und Teilen der FDP mit grosser Mehrheit gut. Der Ständerat stimmte ihr am Dienstag mit 25 zu 9 Stimmen bei 4 Enthaltungen zu.

Zwar gab es Kritik an der erneuten Verlängerung des Programms. Von einer einmal genehmigten Anschubfinanzierung komme man offenbar kaum mehr weg, sagte Werner Luginbühl (BDP/BE). Aus dem Anschieben werde eine «Dauer-Schieberei», kritisierte auch Urs Schwaller (CVP/FR).

«Volkswirtschaftlicher Unsinn»

Viele Ratsmitglieder wiesen jedoch auf die Bedeutung des Programms für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hin. Es sei «volkswirtschaftlicher Unsinn», wenn gut ausgebildete Frauen wegen der Familie aus dem Erwerbsleben ausstiegen oder nur Teilzeit arbeiteten, sagte Anita Fetz (SP/BS).

Zu Regen gab ein Antrag, Projekte mit Innovationscharakter nicht mehr zu unterstützen. Diese verfolgten in der Regel andere Ziele als die Schaffung neuer Betreuungsplätze, sagte Joachim Eder (FDP/ZG). Kommissionssprecherin Géraldine Savary (SP/VD) hielt dagegen, dass wie in anderen Bereichen auch bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen Innovation notwendig sei.

Der Rat folgte ihr mit 22 zu 13 Stimmen bei 1 Enthaltung. Anders als im Nationalrat, der über zahlreiche Änderungswünsche zu entscheiden hatte, lagen im Ständerat keine weiteren Minderheitsanträge vor. Die Vorlage ist damit bereit für die Schlussabstimmung.

(awe/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Bundesrat will die Unterstützung für Familien mit Kindern ausbauen, ... mehr lesen
«Wir haben in der Schweiz eine soziale Familienpolitik» (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bedeutende Fragen stellen sich international erfolgreiche Menschen längst auch auf Englisch.
Bedeutende Fragen stellen sich ...
Business und Karriere  Die Anforderungen, die die Berufswelt von heute an Einsteiger, Bewerber und langjährige Arbeitnehmer stellt, weichen deutlich von denen ab, die noch in der Vergangenheit galten. Kommunikationsfähigkeit beschreibt im modernen Business nicht nur rhetorisches Geschick in der Muttersprache, sondern auch das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache. mehr lesen 
Unser Anliegen ist das Wecken und Unterstützen des frühkindlichen Verständnisses für Technologie und Naturwissenschaften - letztendlich zum langfristigen Nutzen der Schweizer Bildung.
Publinews Kindercity Volketswil  In der Kindercity in Volketswil lernen ... mehr lesen  
Gotthard steht im Zentrum  Bern - In Bern beginnt heute Montag die Sommersession der eidgenössischen Räte. In der ersten Woche ... mehr lesen  
In den nächsten drei Wochen wird im Bundeshaus wieder fleissig politisiert. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 7°C 11°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 7°C 12°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 6°C 8°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 6°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 7°C 11°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 6°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Lugano 12°C 14°C bewölkt, starker Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten