Milliardärin geht in Berufung
Bettencourt wehrt sich gegen Bevormundung
publiziert: Montag, 17. Okt 2011 / 12:16 Uhr
Reichste Frau Frankreichs: Liliane Bettencourt.
Reichste Frau Frankreichs: Liliane Bettencourt.

Paris - L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt will gegen den Entscheid eines Gerichts, sie zu entmündigen, in Berufung gehen. Das kündigten ihre Anwälte kurz nach Bekanntwerden des Gerichtsentscheids am Montag an.

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Das Vormundschaftsgericht in Courbevoie bei Paris hatte zuvor einen gesetzlichen Betreuer für die 88-Jährige bestimmt. Dabei handle es sich um ihren Enkel Jean-Victor Meyers. Dies teilten die Anwälte der Tochter Bettencourts mit. Das Vermögen der Dame werde von der Tochter Françoise Bettencourt-Meyers sowie zwei Enkeln verwaltet.

Liliane Bettencourt ist die reichste Frau Frankreichs. Die Tochter hatte sich monatelang einen erbitterten Familienstreit mit ihrer Mutter geliefert, weil sie die alte Dame von Mitarbeitern und Beratern ausgebeutet sah.

So hatte die einzige Tochter der L'Oréal-Milliardärin dem Künstler François-Marie Banier vorgeworfen, ihre Mutter um fast eine Milliarde Euro in Form von Gemälden, Immobilien, Lebensversicherungen und Schecks erleichtert zu haben. Mehrere Versuche von Françoise Bettencourt-Meyers, ihre Mutter entmündigen zu lassen, waren vorher gescheitert.

Bettencourt soll unter Demenz leiden

Im Juni hatten Ärzte in einem Gutachten festgestellt, die Milliardärin leide unter Gedächtnis- und Bewusstseinsstörungen. Zuletzt hiess es laut Medienberichten, die alte Dame leide unter fortschreitender Demenz. Liliane Bettencourt hat angekündigt, im Falle einer Entmündigung ins Ausland zu gehen.

Der Familienstreit hatte eine Reihe von Affären ausgelöst, die im vergangenen Jahr auch die konservative Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy erschütterten.

Neben Steuerhinterziehung wurde der L'Oréal-Hauptaktionärin vorgeworfen, illegale Parteispenden an die konservative Regierungspartei UMP übergeben zu haben. So untersuchte die Justiz, ob eine illegale Spende in Höhe von 150'000 Euro für den Präsidentschaftswahlkampf von Sarkozy im Jahr 2007 floss.

 

(fkl/sda)

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