Bettina Wulff wehrt sich gegen Rotlicht-Verleumdungen
publiziert: Samstag, 8. Sep 2012 / 17:18 Uhr
Bettina Wulff wehrt sich gegen die Vorwürfe. (Archivbild)
Bettina Wulff wehrt sich gegen die Vorwürfe. (Archivbild)

Berlin - Nach Gerüchten über ihr angebliches Vorleben im Rotlicht-Milieu geht Bettina Wulff, die Frau des früheren Bundespräsidenten, in die Offensive. Bei zahlreichen Medien erwirkte sie Unterlassungserklärungen zu entsprechenden Berichten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die 38-Jährige Bettina Wulff gab bei Gericht eine eidesstattliche Erklärung ab, wonach alle Behauptungen über ihr angebliches Vorleben als Prostituierte oder als sogenannte Escort-Dame falsch seien, wie die «Süddeutsche Zeitung» am Samstag berichtete. Dies bestätigte ihr Rechtsanwalt Gernot Lehr am späten Freitagabend.

Eine solche Erklärung der Frau eines früheren Bundespräsidenten ist bisher einzigartig. Ihr Mann Christian Wulff war vor rund einem halben Jahr im Zuge einer Kreditaffäre vom Amt des Staatsoberhaupts zurückgetreten.

Gegen den Fernsehmoderator Günther Jauch und gegen den Internetkonzern Google reichte Bettina Wulff Klage ein. Jauch erkannte nach einer am Samstag verbreiteten Erklärung ihren Unterlassungsanspruch an, um einen Rechtsstreit zu beenden.

Aus Artikel zitiert

Zugleich verteidigte er sich und sagte mit Blick auf seiner Talksendung vom 18. Dezember 2011: «Ich habe niemals über Frau Wulff eine falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt, sondern lediglich aus einem Artikel der »Berliner Zeitung« zitiert.»

Anwalt Christian Schertz erläuterte, er habe Wulffs Rechtsbeistand mitgeteilt, dass ein Anspruch auf Unterlassung anerkannt werde - «ohne ein Fehlverhalten damit einzuräumen».

Im Fall Google will Bettina Wulff verhindern, dass bei Eingabe ihres Namens automatisch Suchbegriffe wie «Rotlichtvergangenheit» auftauchen. Der Konzern wies ihre Vorwürfe am Samstag aber zurück: Google nehme keinen Einfluss auf die Suchbegriffe, sagte Unternehmenssprecher Kay Oberbeck.

Bald ein Buch

Die Schlagzeilen über das Ehepaar Wulff dürften kaum abreissen. Bis ihr Mann im Zuge der Affäre um Hauskredite und Gratisurlaube Mitte Februar seinen Hut nahm, hatte sich Bettina Wulff zunächst mit Stellungnahmen zurückgehalten - möglicherweise, um die Aufmerksamkeit nicht noch stärker auf das Paar zu lenken.

Nun plant sie jedoch jenseits des juristischen Kampfes auch noch eine publizistische Offensive. Bereits in diesem Monat soll ein Buch über ihr Leben erscheinen - die neuen Schlagzeilen dürften der Auflage nicht schaden.

Die Ex-«First Lady» hat sich offensichtlich auch beruflich neu orientiert und mit einer PR-Agentur selbstständig gemacht. «Ich fühle mich frei, weil ich mein eigener Chef bin», sagte sie dem Magazin «Focus».

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die automatische Vervollständigungsfunktion von Google sorgt bei manch einem für ... mehr lesen
Bettina Wulff ist ein gutes Beispiel für eine verletzende automatische Vervollständigung.
Nicht in Zermatt gestorben: Adam Sandler
Google Trends Diese Woche wird von Gerüchten geprägt, die keinerlei Grundlage in der Realität ... mehr lesen
Berlin - Nach nur knapp 20 Monaten im Amt hat der deutsche Bundespräsident Christian Wulff seinen sofortigen Rücktritt bekannt ... mehr lesen
Der Mann aus dem St. Galler Rheintal suchte sich seine Opfer vornehmlich auf Chat-Portalen. (Symbolbild)
Der Mann aus dem St. Galler Rheintal suchte sich seine ...
Prozess  Bern - Das Kreisgericht Rheintal hat am Mittwoch einen 48-jährigen Schweizer der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern und der mehrfachen Pornografie schuldig gesprochen. Der Angeklagte soll rund 20 junge Mädchen über Skype zu «Cam-Sex» aufgefordert haben. 
Ein 57-jähriger hatte während Jahren via Internet Mädchen dazu gebracht, ihm Nacktbilder zu schicken. (Symbolbild)
Ehemaliger Medien-Kadermann wegen pädosexueller Vergehen verurteilt Zürich - Das Bezirksgericht Zürich hat einen ehemaligen Kaderangestellten eines Schweizer ...
Mehr Schutz im Erotikgewerbe  Bern - Frauen von ausserhalb der EU können ab 2016 nicht mehr legal in die Schweiz einreisen, um in Cabarets zu tanzen. Der Bundesrat hat ...  
Stripperinnen sollen besser geschützt werden.
Titel Forum Teaser
Klaus Ragaller - Autor des Artikels.
ETH-Zukunftsblog Wegmarken für den Mitigations-Marathon «Greasing the wheels of change» nannte Anthony Patt ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 1°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 2°C 4°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 4°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 5°C 8°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 5°C 8°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 7°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 12°C 17°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten