Bundesrat will Laserpointer verbieten
Bevölkerung besser vor gefährlichen Geräten schützen
publiziert: Freitag, 11. Dez 2015 / 19:37 Uhr
Laserpointer gefährden die Augen.
Laserpointer gefährden die Augen.

Bern - Der Bundesrat will besonders gefährliche Laserpointer verbieten können. Er hat am Freitag die Grundlagen zuhanden des Parlaments verabschiedet. Das neue Gesetz soll die Bevölkerung besser vor Gesundheitsschäden durch nichtionisierende Strahlung und Schall schützen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Nichtionisierende Strahlung wird unter anderem durch Laserpointer, Medizinlaser oder Solarien erzeugt. Wenn die Geräte nicht sachgerecht eingesetzt würden, könnten sie die Gesundheit schädigen, hält der Bundesrat fest. Die neuen Regelungen trügen den unterschiedlichen Risiken Rechnung.

Bei besonders gefährlichen Produkten soll künftig nicht nur die Einfuhr, Durchfuhr oder Abgabe, sondern auch der Besitz verboten werden können. Im Fokus stehen starke Laserpointer. Diese dürfen in der Schweiz schon heute nicht mehr verkauft werden. Mit dem neuen Gesetz könnte der Bund auch den Besitz verbieten.

Gefahr für die Augen

Wenn die Strahlung solcher Laserpointer auf das Auge treffen, können Netzhautverletzungen resultieren, die das Sehvermögen beeinträchtigen oder gar zur Erblindung führen.

Zudem stellten Laserpointer für spezifische Berufsgruppen wie Piloten ein gravierendes Sicherheitsproblem dar, schreibt der Bundesrat. Nicht nur Piloten, sondern auch Lokführer, Tram- und Busfahrer sowie Polizisten sind in der Vergangenheit immer wieder mit Laserpointern geblendet worden.

Sachkundige Anbieter

Weniger weitreichende Massnahmen sieht das Gesetz für Produkte vor, die Personen zwar stark belasten können, aber die Gesundheit nicht oder nur geringfügig gefährden, wenn sie sachkundig bedient werden. Das betrifft Produkte wie Blitzlampen zur Haarentfernung oder Ultraschallgeräte für kosmetische Behandlungen. Bei solchen Produkten setzt der Bundesrat in erster Linie auf die korrekte Anwendung.

Behandlungen mit Produkten, die sehr hohe Belastungen verursachen, sollen ausschliesslich durch Personen vorgenommen werden, die nachweislich über genügend Sachkunde verfügen. Im Auge hat der Bundesrat sodann Solarien: Künftig soll kontrolliert werden, ob die Anbieter die Benutzerinnen und Benutzer genügend über die Gefahren informieren und die Sicherheitsvorgabe des Herstellers einhalten.

Vorgaben für Lasershows

Klare Vorgaben machen will der Bundesrat auch für Konzerte und Lasershows. Bei solchen Anlässen werden nicht nur Geräte mit nichtionisierender Strahlung eingesetzt, sondern auch solche, die Infraschall, Hörschall oder Ultraschall erzeugen können.

Der Bundesrat würde mit dem neuen Gesetz die Kompetenz erhalten, Grenzwerte zu erlassen, um die Gesamtbelastung des Publikums zu beschränken. Auch eine Melde- oder Informationspflicht der Veranstalter soll möglich sein. Das neue Gesetz soll ausserdem das Bundesamt für Gesundheit ermächtigen, die Bevölkerung über nichtionisierende Strahlung und Schall zu informieren.

Parlament am Zug

Das Gesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) geht nun ans Parlament. Nach der Vernehmlassung hat der Bundesrat lediglich Details geändert.

Der Schutz vor nichtionisierender Strahlung aus Quellen in der Umwelt - beispielsweise Mobilfunkanlagen und Hochspannungsleitungen - sowie von Quellen am Arbeitsplatz wird wie bisher durch das Umwelt- und Arbeitsrecht geregelt.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Bevölkerung soll besser vor Gesundheitsschäden durch ... mehr lesen
Die Anbieter von Solarien müssen künftig die Benutzer/innen genügend über die Gefahren informieren. (Symbolbild)
Abgesehen vom Laserpointerverbot hatte der bundesrätliche Gesetzesentwurf in der Vernehmlassung viel Kritik geerntet. (Symbolbild)
Bern - Starke Laserpointer werden künftig verboten, andere Geräte mit gefährlicher Strahlung wie etwa Blitzlampen zur Haarentfernung nicht. Der Bundesrat hält nach der Vernehmlassung ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Johann Schneider-Ammann eröffnet den Gotthard-Basistunnel.
Beginn mit Segnung  Bern - Mit einem Treffen der Verkehrsminister der Alpenländer am Dienstagnachmittag werden die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels eingeläutet. Wenige Stunden später wird der Tunnel der SBB übergeben. mehr lesen 
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. mehr lesen   1
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel -1°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 3°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern -1°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf -1°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 0°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten