Bewilligung für Hiflyer entzogen

publiziert: Montag, 26. Jul 2004 / 17:00 Uhr

Bern - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat dem Verkehrshaus Luzern per sofort die Bewilligung zum Betrieb des Hiflyers entzogen. Es reagiert damit auf das Unglück vom Freitag, das ein Todesopfer forderte.

Das BAZL erteilte dem Verkehrshaus die Bewilligung im Jahr 2000.
Das BAZL erteilte dem Verkehrshaus die Bewilligung im Jahr 2000.
Über ein allfälliges Gesuch zur Wiederaufnahme des Fesselballonbetriebs im Verkehrshaus werde das BAZL nicht vor Abschluss der Untersuchung des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) entscheiden, heisst es in einem Communiqué.

Im Rahmen eines solches Gesuchs will das BAZL eine Verschärfung der Betriebsauflagen prüfen. Denkbar sei, dass für die Piloten des Hiflyers eine bestimmte Ausbildung vorgeschrieben werde oder dass diese einen Ballonfahrer-Ausweis besitzen müssten, heisst es weiter.

Das BAZL hatte dem Verkehrshaus die Bewilligung für den Hiflyer im Jahr 2000 erteilt. Im Oktober desselben Jahres war der Fesselballon in Betrieb genommen worden. Seitdem hatte es keine Unfälle gegeben.

Ein Fesselballon wie der Hiflyer gehört laut Schweizer Gesetz zu den so genannten Luftfahrzeugen besonderer Kategorien. Laut der entsprechenden Verordnung werden Fesselballons nicht ins Luftfahrzeugregister eingetragen. Das BAZL ist deshalb auch nicht verpflichtet, deren Lufttüchtigkeit zu überprüfen.

Zuvor hatte das Verkehrshaus angekündigt, dass der Ballon in diesem Jahr defintiv nicht mehr in Betrieb genommen wird. Wenn überhaupt, so Verkehrshaus-Direktor Daniel Suter, werde der Fesselballon frühestens im nächsten Jahr wieder fliegen.

Der Hiflyer wurde 2000 in Betrieb genommen und bisher von rund 130 000 Personen frequentiert. Bis heute hat der Hiflyer, der rund 1,7 Millionen Franken kostete, keinen Gewinn gebracht.

(rr/sda)

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