Bhend tritt nicht mehr an
publiziert: Montag, 8. Aug 2005 / 18:17 Uhr

Bern – Der Berner SP-Regierungsrat Samuel Bhend tritt 2006 nicht mehr zu den Erneuerungswahlen in die Kantonsregierung an.

Bhend kandidiert 2006 nicht mehr für den Regierungsrat. (Bild: Archiv)
Bhend kandidiert 2006 nicht mehr für den Regierungsrat. (Bild: Archiv)
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Seine Parteikollegin Barbara Egger kandidiert erneut. Damit werden am 9. April 2006 vier der sieben Regierungssitze neu besetzt.

Neben Egger streben auch die beiden SVP-Regierungsräte Werner Luginbühl und Urs Gasche eine Wiederwahl an. Ihren Rücktritt angekündigt haben neben Bhend bereits Elisabeth Zölch (SVP), Mario Annoni (FDP) und Dora Andres (FDP). Mit dem Ausscheiden Annonis wird der garantierte Regierungssitz für den Berner Jura frei.

SP will Sitze verteidigen

Oberstes Ziel der SP ist es, ihre beiden Regierungssitze zu verteidigen, wie Parteivize Andreas Blaser vor den Medien in Bern erklärte. Der Delegiertenversammlung werden zwei Varianten zur Listengestaltung präsentiert. Beide ermöglichen ein Wahlbündnis mit den Grünen, wie Blaser betonte.

Auf einer Zweierliste würde die bisherige Barbara Egger mit einer Kandidation oder einem Kandidaten aus dem deutschen oder dem französischsprachigen Kantonsteil antreten. Auf einer Dreierliste wäre neben Egger auch ein Platz für den Parti socialiste du Jura Bernois garantiert. Hinzu käme eine dritte SP-Kandidatur aus dem deutschsprachigen Kantonsteil.

Rickenbacher hat Interesse

Über ein Wahlbündnis mit den Grünen entscheidet die SP im September. Bei den Grünen kann man sich mit einer Dreierkandidatur der SP nicht anfreunden. Dies würde nicht den Machtverhältnissen im Kanton entsprechen, liessen sie per Communiqué verlauten.

Bei den Bürgerlichen deutet einiges auf ein erneutes Zusammengehen auf einer Liste mit 3 SVP und 2 FDP-Kandidaten hin. "Eine 3-2-Liste mit der FDP steht klar im Vordergrund, auch wenn es nicht die einzig mögliche ist", erklärte SVP-Kantonalpräsident Hermann Weyeneth.

Nach Bhends Rücktrittsankündigung dreht sich das Kandidatenkarussell: SP-Fraktionspräsident Andreas Rickenbacher signalisierte Interesse. Sein Grossratskollege Markus Meyer will sich in den kommenden zehn Tagen entscheiden.

(sda)

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