Biathlon: Eine Saison auf Sparflamme
publiziert: Mittwoch, 3. Dez 2003 / 18:14 Uhr

Für Swiss Biathlon beginnt heute in Kontiolahti (Fi) eine Übergangssaison. Im Vordergrund steht nicht sportlicher Erfolg, sondern eine ausgeglichene Rechnung.

Beim Schweizer Biathlon-Team steht neben sportlichen Aspekten vor allem das Geld im Vordergrund.
Beim Schweizer Biathlon-Team steht neben sportlichen Aspekten vor allem das Geld im Vordergrund.
Während sich Biathlon in Deutschland zum TV-Wintersport Nummer 1 gemausert hat, fristet die Sparte in der Schweiz ein Mauerblümchendasein. Unter der Ägide von Markus Regli, dem Leiter des Armeestützpunkts Andermatt, unternimmt Swiss Biathlon einen weiteren Anlauf, an diesem Zustand etwas zu ändern.

Die laufende Integration in den Skiverband Swiss-Ski soll die Rahmenbedingungen schaffen, um an den Winterspielen 2010 in Vancouver eine schlagkräftige Staffel stellen zu können.

Wollen die in der Vergangenheit immer wieder an den finanziellen Abgrund getriebenen Biathleten an der Delegiertenversammlung im Juli 2004 in den Skiverband eingegliedert werden, dürfen in diesem Winter keine roten Zahlen geschrieben werden. Nur ein finanziell gesunder Verband ist für Swiss-Ski interessant.

Um ein Defizit zu vermeiden, läuft der Betrieb auf Sparflamme. Für sämtliche nationalen und internationalen Aktivitäten stehen nur 180 000 Franken zur Verfügung. So ist in Kontiolahti nur Fixstarter Jean-Marc Chabloz (36) dabei.

Der Routinier steht vor seiner wohl letzten Weltcup-Saison. Das Kontingent von drei Startplätzen wird erst in Hochfilzen (Ö) ausgeschöpft. Wer sich zu Chabloz gesellt, wird nach den laufenden Selektionswettkämpfen festgelegt.

Die besten Karten halten Matthias Simmen (31) und Roland Zwahlen (26) in den Händen. Den beiden Olympia-Teilnehmern von Salt Lake City erwächst allerdings Konkurrenz. Die jungen ex-Langläufer Simon Hallenbarter (24) und Mario Denoth (23) verfügen über einiges Potenzial in der Loipe, haben im Schiessen schon viel Terrain gut gemacht und dürfen deshalb mit ersten Einsätzen im Weltcup liebäugeln.

Vereinzelt in die Top 30

Die Zielsetzungen des Verbandes sind bescheiden -- egal, welche drei Athleten jeweils am Start stehen. "Wir erhoffen uns vereinzelte Klassierungen in den Punkterängen", sagt Markus Regli. Das mittelfristige Ziel sind gemäss dem Chef Biathlon ein bis zwei Startplätze an Olympia 2006 in Turin.

Die kurzfristige Planung ist erst bis zu den Weltmeisterschaften in Oberhof (6. bis 15. Februar) gemacht. Der Verband hofft, bis dann so viele Punkte geholt zu haben, dass er auf den kostspieligen Übersee-Trip mit Rennen in Lake Placid und Fort Kent sowie den Weltcup-Final in Oslo verzichten kann. Denn wie gesagt: Nur mit schwarzen Zahlen kann Swiss Biathlon bei Swiss-Ski ins Schwarze treffen.

Schweizer Kader

Athleten: Jean-Marc Chabloz (36/La Lecherette), Curdin Eichholzer (23/Zernez), Matthias Simmen (31/Realp), Roland Zwahlen (26/Gümligen), Simon Hallenbarter (24/Obergesteln), Dani Niederberger (30/Wolfenschiessen), Mario Denoth (23/Lantsch) und Jürg Kunz (21/Gibswil). -- Trainer: Markus Segessenmann (Jegenstorf). -- Koordinator: Andi Mettler (Schwellbrunn).

Termine:

Weltcup. Dezember: 4. - 7. Kontiolahti (Fi). 10. - 14. Hochfilzen (Ö). 17. - 21. Osrblie (Slk). -- Januar: 7. - 11. Pokljuka (Sln). 14. - 19. Ruhpolding (De). 21. - 25. Antholz (It). -- Februar: 27. - 29. Lake Placid (USA). -- März: 3. - 6. Fort Kent (USA). 10. - 14. Oslo (No). Europacup-Final: 11. - 13. März auf dem Gurnigel.

Weltmeisterschaften: 6. - 15. Februar in Oberhof (De).

(tr/Si)

 
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