Stärkeres Engagement gegen IS gefordert
Biden trifft Erdogan
publiziert: Samstag, 22. Nov 2014 / 16:54 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Nov 2014 / 00:52 Uhr
Joe Biden reiste in die Türkei. (Archivbild)
Joe Biden reiste in die Türkei. (Archivbild)

Istanbul - US-Vizepräsident Joe Biden hat bei seinem Türkei-Besuch eine weitere Millionenhilfe für die vom Bürgerkrieg betroffene syrische Bevölkerung angekündigt. Die Summe von 135 Millionen Dollar sei für Flüchtlinge im eigenen Land wie auch in Nachbarländern wie der Türkei bestimmt.

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Dies teilte das Weisse Haus am Samstag in Washington mit. Bei einem mehr als dreistündigen Treffen sprach Biden in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch über die Lage in Syrien. Biden scheiterte dabei mit dem Versuch, die Türkei enger in den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz IS einzubeziehen.

Es sei «die ganze Bandbreite der Optionen» besprochen worden, sagte Biden anschliessend. Erdogan seinerseits sprach von «detaillierten Diskussionen». Beide Politiker liessen keinerlei Nachfragen zum genauen Inhalt ihres Gespräches zu.

Stärkeres Engagement von Ankara

Die USA wollen erreichen, dass sich Ankara militärisch am Kampf gegen die IS-Extremisten in Syrien und im Irak beteiligt. Washington fordert unter anderem, dass die Türkei den Stützpunkt Incirlik für Luftangriffe gegen die Extremisten in Syrien und Irak zur Verfügung stellt.

Ankara macht zur Bedingung für ein stärkeres militärisches Engagement, dass auch der Sturz von Syriens Machthaber Baschar al-Assad Ziel der Anti-IS-Koalition sein müsse. Die Türkei verlangt die Einrichtung von Flugverbots- und Sicherheitszonen in Syrien.

900 Tote

Bei den internationalen Luftschlägen gegen islamische Extremisten in Syrien wurden nach Angaben von Aktivisten innerhalb von zwei Monaten mehr als 900 Menschen getötet.

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag erklärte, kamen seit Beginn der Luftschläge am 23. September innerhalb von 60 Tagen 785 meist ausländische Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und 72 Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front ums Leben. Getötet worden seien aber auch 52 kurdische Kämpfer oder Zivilisten - darunter auch acht Kinder.

Die Zahl der toten IS-Anhänger könnte den Angaben nach noch deutlich höher sein, da der Zugang zu einigen der bombardierten Gebieten für die Informanten vor Ort schwierig sei. Die von den USA angeführte Koalition fliegt im Norden und Osten Syriens sowie im Irak Luftangriffe auf Dschihadisten.

(bg/sda)

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