Olympia Curling: Herren
Bieler mit grossen Schritten Richtung Halbfinals
publiziert: Sonntag, 17. Feb 2002 / 21:14 Uhr

Salt Lake City - Im olympischen Curlingturnier sind die Chancen gestiegen, dass die Schweiz mit beiden Teams in den Halbfinals vertreten sein wird -- dies, obwohl das Frauenteam um Skip Luzia Ebnöther (7:8 nach Zusatzend gegen Rekordweltmeister Schweden) zum zweiten Mal in Folge verlor.

Skip Andreas Schwaller ist mit seinem Team auf Halbfinalkurs.
Skip Andreas Schwaller ist mit seinem Team auf Halbfinalkurs.
Sowohl die Bieler als auch die Bernerinnen können mit Siegen gegen die deutschen Teams alles klar machen.

Schlagartig verbessert hat sich am Wochenende die Lage für das Männerteam um Skip Andreas Schwaller. Die Bieler besiegten zunächst die in Ogden masslos enttäuschenden Schotten (starten unter den olympischen Bezeichnung Grossbritannien) 10:4, und gleichzeitig setzte es für die ebenfalls in den Kampf um die Halbfinal-Teilnahme verwickelten Teams (Finnland, Deutschland, USA) lauter Niederlagen ab. Danach besiegten die Schweizer den sieglosen Aussenseiter Frankreich 7:3; die Partie war bis ins 10. End offen und härter umkämpft, als es das Resultat vermuten lässt.

Die Aussichten, wie die Crew von Olympiasieger Patrick Hürlimann vor vier Jahren in die Medaillenspiele zu gelangen, stehen für die Bieler nun sehr gut. Sie treffen noch auf Deutschland (Montag, 22.00 Uhr MEZ), deren Standard-Skip Sebsastian Stock wegen einer Grippe gestern bei der 4:5-Niederlage gegen Schweden nicht einsatzfähig war. Gewinnen die Schweizer, stehen sie im Halbfinal und treffen dort aller Voraussicht nach entweder auf Norwegen oder auf Schweden, also nicht auf die grossen Goldfavoriten aus Kanada. Verlieren die Schweizer gegen Deutschland, scheiden sie nicht aus, sondern bekommen die Chance, über Entscheidungsspiele dennoch in die Halbfinals zu gelangen.

Der legendäre schottische Skip Hammy McMillan (vierfacher Europameister, dazu Weltmeister 1999) war als einer der Favoriten zu den Spielen gereist. Von seiner einstigen Spielstärke zeigte er am wichtigsten Turnier indessen praktisch nichts, nahm sich selber nach drei anfänglichen Niederlagen aus dem Team, überliess die Skip- Rolle seinem «Vize» Warwick Smith und spielte gegen die Schweiz schliesslich als Nummer 3. Mit nur einem Sieg in sechs Partien waren die Schotten bereits ausser Rang und Traktanden gefallen und stellten für die Schweizer einen idealen Gegner dar, um nach den beiden Niederlagen gegen die USA und Kanada ins Turnier zurückzufinden. Schon in den ersten drei Ends «stahlen» die Schweizer zwei Steine, und nach einem Viererhaus im 9. End gaben die Schotten auf.

Die Franzosen wären beinahe zum Stolperstein geworden. Vergangenen April an der WM in Lausanne verloren die Bieler gegen das gleiche Team und sahen plötzlich ihre Olympia-Qualifikation gefährdet. Diesmal lieferten die Franzosen ihr eindeutig bestes Spiel des Turniers ab und hielten bis ins 10. End mit, obwohl die Bieler ihrerseits auf einem hohen Level spielten.

Für das Frauenteam von Bern AAM war die Niederlage gegen die vierfachen Weltmeisterinnen um Skip Elisabet Gustafson besonders ärgerlich. Einen frühen 0:4-Rückstand verwandelten die Schweizerinnen bis nach dem 8. End in ein 6:5, und im 10. End, beim Stand von 6:7, vergaben sie mit ihren letzten Versuchen die grosse Chance, mindestens zwei Steine zu schreiben, was die Entscheidung und damit die vorzeitige Halbfinal-Qualifikation bedeutet hätte.

Andererseits steht bereits fest, dass die Schweizerinnen selbst im Falle zweier weiterer Niederlagen nicht direkt ausscheiden können, sondern zumindest über Entscheidungsspiele weitere Chancen bekommen würden. Die Bernerinnen treffen noch auf die ungeschlagenen und bereits für die Halbfinals qualifizierten Kanadierinnen (Montag, 17.00 MEZ) sowie auf die Deutschen (Dienstag, 3.00).

(kil/sda)

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