Bilder von vermissten Kindern aufs Handy
publiziert: Mittwoch, 3. Okt 2007 / 18:25 Uhr

Bern - Auch in der Schweiz sollen Alarmsysteme für Entführungen und das Verschwinden von Kindern eingeführt werden. Der Nationalrat hat zwei Motionen seiner Rechtskommission (RK) zugestimmt.

Mit einer MMs könnten über 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht werden.
Mit einer MMs könnten über 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht werden.
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Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch wie möglich ein MMS-Alarmsystem für den Fall vermisster Kinder einzurichten.

Später soll auch ein Entführungsalarm nach amerikanischen Muster eingeführt werden.

Die Motionen waren nach der Entführung des fünfeinhalbjährigen Mädchens Ylenia in Appenzell eingereicht worden.

Grosse Erreichbarkeit

Mit dem MMS-Alarmsystem könnte aufgrund einer polizeilichen Verfügung und über Fernmeldedienstanbieter ein MMS mit dem Bild des vermissten Kindes, dessen Signalement sowie eine Rufnummer versandt werden. Die Alarmmeldung würde in einem bestimmten Umkreis um den Entführungsort verschickt.

Da über 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ein Mobiltelefon benützen, böte das leicht umsetzbare Alarmsystem die Möglichkeit, gezielt vorzugehen und dabei die Chance zu erhöhen, dass das vermisste Kind gefunden wird, bevor ihm etwas angetan wird, sagte Kommissionssprecherin Vreni Hubmann (SP/ZH).

Ausnutzung aller elektronischen Medien

Diese Suchaktion via MMS wäre als prioritär anzusehen und könnte als erste Massnahme eines künftigen Entführungsalarmsystems dienen. Dabei ginge es um eine sofortige und systematische Verbreitung von Meldungen und Informationen, welche die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit und zur Zusammenarbeit aufrufen.

Die Verbreitungsmittel sollen sehr weit gefächert werden und sämtliche elektronischen Medien, Web-Instrumente, Autobahnplakatierungen wie auch Durchsagen an Bahnhöfen, Grenzübergängen und Flughäfen einschliessen. Ausgelöst würde die Suche von einer zuständigen Behörde des betreffenden Kantons.

Auch die EU will ein Warnsystem für vermisste Kinder auf den Weg bringen. Darauf verständigten sich die EU-Justizminister am Dienstag im Grundsatz in Lissabon. Nach Angaben des portugiesischen EU-Vorsitzes sollen «sorgfältig ausgewählte Fälle» entführter Kinder künftig über die Medien publik gemacht werden.

(bert/sda)

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