Tierische Produkte
Bio-Verordnung auf Fleisch, Milch und Eier
publiziert: Mittwoch, 23. Aug 2000 / 17:14 Uhr

Bern - Die Anforderungen an Bio-Produkte gelten ab Anfang 2001 auch für tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Milch und Eier. Damit soll die Kennzeichnung klarer und der Export von Bio-Lebensmitteln vereinfacht werden.

Die Vereinigung der Biolandbau-Organisationen BIO SUISSE begrüsste die Übernahme der EU-Regelung. Die Verordnung über die biologische Landwirtschaft und die entsprechende Kennzeichnung ist seit dem 1. Januar 1998 in Kraft. Sie galt bisher nur für pflanzliche Produkte. Der Bundesrat dehnte sie nun am Mittwoch auf die Bereiche Nutztiere und tierische Erzeugnisse aus, wie das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mitteilte.

Ziel der Verordnung sei es, durch die geschützte Bezeichnung «Bio» oder «Öko» den Konsumenten wirksam vor Täuschung zu schützen und - im Interesse der Bio-Bauern - den unlauteren Wettbewerb in der Verwendung dieser Begriffe zu verhindern. Die wichtigsten Anforderungen an die Bio-Tierhaltung sind der regelmässige Auslauf der Tiere ins Freie, eine artgerechte Fütterung, die auf Bio-Futtermitteln basiert, sowie klare Einschränkungen bei der Verabreichung von Medikamenten. Bezüglich der Kontrolle werden besondere Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Bio-Produkte gestellt. Für die Fütterung wurde zudem eine nach Angaben des EVD restriktive Liste der zulässigen Zusatzstoffe und Verarbeitungshilfsstoffe festgelegt.

Die Ausdehnung der Verordnung auf die Nutztierhaltung lehne sich eng an die im Sommer 1999 verabschiedeten europäischen Rechtsvorschriften an. Die Schweiz und die EU hätten sich bereits darauf geeinigt, dass die jeweiligen Bestimmungen einander gleichwertig seien. Damit werde der grenzüberschreitende Handel mit Bio-Produkten sehr stark erleichtert. Neben der Regelung der Tierhaltung schafft die Verordnung in zwei weiteren Bereichen Klarheit. So wird erstens das Verbot der Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) präzisiert und auf alle Bereiche der Produktion und Verarbeitung von Bio-Produkten ausgedehnt. Ausgenommen ist nur die gentechnische Herstellung von Tierarzneimitteln wie Antibiotika, die zur Verhinderung des Leidens der Tiere in bestimmten Fällen eingesetzt werden müssen. Zweitens präzisiert die Verordnung, dass auch bestehende Marken, die Begriffe wie «Bio» oder «Öko» enthalten, nach einer Übergangsfrist von bis zu fünf Jahren der Verordnung entsprechen müssen. Für einzelne Bio-Betriebe gibt es zudem individuelle Übergangsfristen, wie Patrik Aebi, Chef der Sektion Qualitäts- und Absatzförderung im EVD, auf Anfrage sagte.

(sda)

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