«Biometrischer Pass vor Hackern nicht sicher»
publiziert: Dienstag, 21. Apr 2009 / 12:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Apr 2009 / 13:54 Uhr

Bern - Der kleine Chip im Schweizer Pass, der elektronisch lesbar zwei Fingerabdrücke und das Foto enthält, kann von Hackern leicht geknackt werden. Die Jungparteien der SVP, SP, FDP, EVP und der Grünen empfehlen deshalb ein Nein zu biometrischen Pässen.

Der Fingerabdruck könne gestohlen und verwendet werden, argumentiert Cédric Wermuth.
Der Fingerabdruck könne gestohlen und verwendet werden, argumentiert Cédric Wermuth.
7 Meldungen im Zusammenhang
Am 17. Mai wird über die Einführung des so genannten E-Passes abgestimmt. Die im Internet-Zeitalter aufgewachsenen Jungparteien befürchten, dass mit der Speicherung der Pässe in der zentralen Datenbank Ausweisschriften (ISA) ein neuer Überwachungsstaat entsteht.

Jede Technologie, möge sie noch so ausgeklügelt und abgesichert sein, könne heute von Hackern ausgetrickst werden, sagte Roman Rutz von der EVP. Die Jugendlichen seien es gewohnt, Daten innert Sekunden auszutauschen und wüssten auch, «wie verdammt gefährlich» Datenbanken geworden seien, sagte Cédric Wermuth von den JUSO.

Wer in die Datenbank ISA eindringe, verfüge plötzlich über seinen Fingerabdruck, sagte Wermuth. Er könne sich dann als ihn ausgeben. Was mit den biometrischen Daten gemacht werde, sei nicht mehr kontrollierbar. Deshalb habe auch der Datenschutzbeauftragte des Bundes grosse Bedenken geäussert.

Mit dem neuen Ausweisgesetz handle die Schweiz in vorauseilendem Gehorsam, sagte Bernhard Zahner von der Jungen SVP. Bundesrat und Parlament gingen mit ihrem Vorschlag weit über die Forderungen der EU und der USA hinaus. Sie zwängen unnötigerweise Schweizerinnen und Schweizer, ihre Daten unwiderruflich abzuliefern.

(ht/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Das knappe Ja zur Einführung biometrischer Pässe sorgt bei der ... mehr lesen
Lukas Reimann erklärte, das knappe Ja sei eine Verpflichtung für den Bundesrat, bei der Sicherheit der Pässe noch einmal über die Bücher zu gehen.
Knappes Ja für die Einführung des biometrischen Passes.
Bern - Die Schweiz darf ab 2010 biometrische Pässe ausstellen, auf denen zwei Fingerabdrücke gespeichert sind. Eine sehr knappe Mehrheit hat dem neuen Ausweisgesetz zugestimmt. Der ... mehr lesen
Das Ja-Komitee schätzt die Fingerabdruck-Datenbank als sicher ein.
Bern - Ein Ja-Komitee aus Politik und ... mehr lesen 2
Der biometrische Pass stösst in der Fachwelt auf etliche Skepsis. Nebst den Befürchtungen um den Schutz der Privatsphäre vor überbordender staatlicher Neugier regen sich auch an der Fälschungssicherheit des Dokumentes Zweifel. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Der Einbau eines kleinen ... mehr lesen
Ohne biometrischen Pass bräuchte es für USA-Reisen wohl bald wieder ein Visum.
In der Schweiz werden Identitätskarten weiterhin ohne Chip ausgestellt.
Bern - In der Schweiz werden Identitätskarten weiterhin ohne Chip ausgestellt, auch nach einer allfälligen Einführung von Pässen mit Chip. Das hält das Bundesamt für Polizei (fedpol) ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich ...
Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April 2017, auf der Messe Zürich, vermitteln die Messen einen umfassenden Marktüberblick. mehr lesen 
Was sind die Hausaufgaben für Schweizer Unternehmen bei der Digitalisierung?
Überleben im digitalen Haifischbecken Google, Post, Handel Schweiz, VSV, GS1: Am Mittwoch, den 5. April diskutieren Big Player und Marktexperten über das ...
Geofencing machte es möglich  Boston - Abtreibungsgegner machen Frauen in US-Kliniken für Schwangerschaftsabbrüche ... mehr lesen  
Durch eine App fanden Abtreibungsgegener raus, wo sich die Frauen befinden.
Ransomware-Leitfaden von ESET.
Ransomware wird immer populärer - ESET-Ratgeber gibt Privatanwendern & Unternehmen Tipps an die Hand  Der europäische Security-Software-Hersteller ESET veröffentlicht einen kostenfreien Leitfaden zum Schutz vor heimtückischen Erpressungs-Trojanern wie TeslaCrypt ... mehr lesen  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 16°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
St. Gallen 16°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter viele Gewitter
Bern 13°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewittrige Regengüsse
Luzern 15°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 16°C 28°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Gewitter mit Hagelrisiko
Lugano 20°C 28°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Gewitter mit Hagelrisiko
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten