Bis zu 100 Verletzte bei Erdbeben in Japan
publiziert: Samstag, 26. Jul 2003 / 08:14 Uhr

Tokio - Der Nordosten Japans ist heute Morgen von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Nach einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo erreichte der Erdstoss eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. Bis zu 100 Menschen wurden verletzt.

Schweres Erdbeben in Japan.
Schweres Erdbeben in Japan.
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In der Präfektur Miyagi wurden nach Polizeiangaben mindestens 41 Menschen verletzt. Der Sender Japan Broadcasting Corporation berichtete von weiteren 50 Verletzten, die in einem Krankenhaus in der Stadt Kanan behandelt würden. Dort kam es auch zu einem Erdrutsch.

In der Gebirgsstadt Nangocho wurden rund 50 Häuser beschädigt, wie ein Behördensprecher sagte. Einige Bewohner seien in einer Schule in Sicherheit gebracht worden.

Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen und anderen Linien wurde unterbrochen. Eine Bahn mit vier Waggons entgleiste, doch gab es keine Berichte über Verletzte. In den Gebieten um Yamoto und Naruse waren zeitweise 130 000 Haushalte ohne Strom.

Das Epizentrum des Bebens lag in rund zehn Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden im Norden der Provinz Miyagi. Eine Warnung vor Flutwellen gab es jedoch nicht.

Noch Stunden später wurden Nachbeben registriert, eines davon erreichte eine Stärke von 5,1 auf der Richterskala. Bereits am Freitagmorgen hatte die Erde in Japan mit einer Stärke von 5,5 gebebt. Dabei wurden laut Kyodo elf Menschen verletzt.

Miyagi war schon Ende Mai von einem Beben erschüttert worden. Mehr als 100 Menschen wurden damals verletzt. In der westjapanischen Stadt Kobe waren vor acht Jahren bei einem Beben der Stärke 7,2 auf der Richterskala 6430 Menschen ums Leben gekommen.

(rr/sda)

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