Bis zu 53 Tote auf einem Markt in Bagdad
publiziert: Freitag, 28. Mrz 2003 / 22:55 Uhr

Bagdad/Washington - Bei einem Luftangriff auf Bagdad sind nach Angaben eines irakischen Arztes mindestens 55 Menschen auf einem Marktplatz getötet worden. Über 47 Menschen seien verletzt worden.

Luftangriff auf Bagdad.
Luftangriff auf Bagdad.
Der Fernsehsender Abu Dhabi berichtete, ein amerikanischer Marschflugkörper sei möglicherweise auf dem Marktplatz in Bagdad eingeschlagen. Der Sender zeigte Bilder von einem grossen Loch auf der Strasse und von beschädigten Autos. Eine offizielle Stellungnahme von amerikanischer Seite lag zunächst nicht vor.

Nach Angaben eines AFP-Korrespondenten gab es am Abend eine neue Welle schwerer Explosionen in Bagdad. Hauptstadt und Vororte der irakischen Hauptstadt waren den ganzen Tag über das Ziel anhaltender Bombardements von Kampfflugzeuge der britischen und US-Truppen gewesen.

US-Verteidigungsminister Rumsfeld warf hat Syrien vor, militärisches Material an Irak zu liefern. Die USA hätten Informationen über Lieferungen von militärischem Nachschub über die Grenze von Syrien nach Irak, sagte Rumsfeld in Washington. Das sei ein feindlicher Akt.

Unterdessen kündigte die US-Regierung eine deutliche Vergrösserung des Truppenaufgebotes in der Kriegsregion an. Bis Ende April sollen 130 000 Heeressoldaten in Marsch gesetzt werden, wie aus Washington verlautete. Die Truppenstärke im Kriegsgebiet würde damit nahezu verdoppelt.

Entlang der Marschroute nach Bagdad stiessen die amerikanischen und britischen Truppen weiter auf erbitterten Widerstand. Der Kommandant der US-Bodentruppen, General William Wallace, räumte erstmals ein, dass die USA ihren Gegner militärisch unterschätzt haben. Das US-Zentralkommando widersprach diesen Äusserungen.

Im Süden bei Nasirija lieferten sich US-Einheiten und irakische Verbände erneut heftige Gefechte. 12 US-Soldaten würden vermisst, 14 seien in den letzten 24 Stunden bei den Kämpfen worden, berichtete CNN.

In der Millionenstadt Basra bleibt die Lage unklar. Britische Militärs räumten ein, dass sich Basra noch lange nicht unter ihrer Kontrolle befinde.

Im Nordirak wurde der Aufbau einer zweiten Front fortgesetzt. Nahe Erbil landeten Transporflugzeuge mit Panzern und anderem Kriegsgerät. In den nächsten Tagen sollen dort weitere 5000 bis 6000 Soldaten eintreffen. Tausende kurdische Kämpfer, die auf Seiten der US-britischen Streitkräfte stehen, brachten unterdessen mehrere Ortschaften unter ihre Kontrolle.

(bert/sda)

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