Bis zu 600 Tote bei Schiffs-Unglück im Senegal
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 22:05 Uhr

Nairobi - Ein senegalesisches Schiff ist in schwerer See gesunken und hat möglicherweise hunderte Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 600 Menschen werden vermisst. Mindestens 41 Ertrunkene wurden vor der Küste des westafrikanischen Staates Gambia geborgen.

Rund 200 Menschen konnten nach ersten Angaben von Senegals Ministerpräsidentin Mame Madior Boye gerettet werden. Die mit rund 800 Fahrgästen völlig überladene staatseigene Passagierfähre sei am Donnerstag kurz vor Mitternacht in einem Sturm im Atlantischen Ozean gesunken.

Die Passagierfähre war auf dem Weg von der südsenegalesischen Hafenstadt Zinguinchor nach Dakar. Gambia, das von Senegal umschlossen wird, liegt mit seiner kleinen Küste zwischen den beiden Regionen.

Gambische und senegalische Rettungsboote hätten mindestens 32 Passagiere lebend bergen können, hiess es. Ein vorbeikommendes italienisches Schiff habe ausserdem rund 150 Menschen gerettet, erklärten senegalesische Behördensprecher. Doch die stürmische See habe weitere Rettungsversuche erschwert.

«Das Schiff kenterte, weil es von der Wucht des Windes und des Regens auf die Seite gekippt wurde», erklärte Boye im staatlichen Radio. Nach unbestätigten Berichten lokaler Sender könnte jedoch ein Maschinenschaden der Grund für das Unglück gewesen sein.

Sicherheitskräfte hatten grosse Schwierigkeiten, wütende Familienangehörige der Opfer an den Kais von Dakar und Zinguinchor zurückzuhalten. Sie beschwerten sich darüber, nicht ausreichend über das Schicksal ihrer Angehörigen informiert worden zu sein.

Die aufgebrachte Menge warf dem Transportministerium vor, das Schiff nach seiner Reparatur vorzeitig wieder eingesetzt zu haben.

Die Route zwischen den beiden Städten ist ein Haupthandelsweg. Wegen Autonomiekämpfen in der Provinz Casamance ist der Landweg den meisten Händlern zu gefährlich. Sie befördern ihre Waren daher über das Meer.

(ms/sda)

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