Bischof Koch richtet offenen Brief an Röschenz
publiziert: Freitag, 31. Mrz 2006 / 18:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Mrz 2006 / 19:35 Uhr

Solothurn - Im Fall Sabo hat Bischof Kurt Koch einen offenen Brief an die Kirchgemeinde Röschenz gerichtet. Ohne Klärung des Unrechts gebe es keine Versöhnung.

Dem Bischof Kurt Koch geht es gemäss dem offenen Brief um den Vorwurf von Mobbing.
Dem Bischof Kurt Koch geht es gemäss dem offenen Brief um den Vorwurf von Mobbing.
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Deren Wunsch, «ohne Bedingungen nach vorne zu blicken», mag der Bischof von Basel nicht erfüllen.

Die Kirchgemeinde Röschenz hatte diese Woche in einem offenen Brief den Bischof zur Versöhnung aufgerufen. Auch er wünsche sich nichts sehnlicher, als diese Auseinandersetzung endlich beenden zu können und zu guten Beziehungen zurück zu kehren, schreibt Koch in seinem veröffentlichten offenen Brief zum Fall Sabo.

Vor einer definitiven Antwort auf die Forderung aus Röschenz müsse er zudem die Stellungnahme des Landeskirchenrats Baselland abwarten, gibt der Bischof zu bedenken. Versöhnung könne es überdies nur geben, wenn alles, was zur unversöhnten Situation beigetragen hat, auf den Tisch gelegt und bearbeitet werden könne.

Vorwurf von Mobbing

Konkret geht es dem Bischof gemäss dem offenen Brief um den Vorwurf von Mobbing, den insbesondere der Kirchegemeinderat von Röschenz gegen ihn und seine Mitarbeitenden gerichtet haben. Erhoben wurde der Vorwurf in Zusammenhang mit der Denunziation Sabos wegen angeblicher sexueller Übergriffe.

Bei diesem schwer wiegenden Vorwurf handelt es sich nach Ansicht des Bischofs um eine «ungeheure Verleumdung», die er einfach nicht unwidersprochen hinnehmen dürfe. Nicht um Mobbing habe es sich gehandelt, sondern darum, dass seine Mitarbeitenden ihre Verantwortung hätten wahrnehmen müssen, so der Bischof.

Um den Vorwurf des Mobbings widerlegen zu können, habe er auch vom suspendierten Pfarradministrator Franz Sabo verlangt, dass er ihn vom Amtsgeheimnis entbinde, schreibt der Bischof weiter. Er wolle weder die Privatsphäre Sabos verletzen, noch in dessen Vergangenheit bohren, versichert der Bischof.

Dem Kirchgemeinderat wirft Koch vor, den Vorwurf des Mobbings einseitig und befangen allein aus Sicht Sabos erhoben zu haben. Die Bischofsleitung sei nicht angehört worden.

(smw/sda)

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