Sparmassnahmen
Bischofskonferenz baut Stellen ab
publiziert: Samstag, 15. Sep 2012 / 13:18 Uhr
Die Bischofskonferenz muss wegen sinkenden Einnahmen sparen.
Die Bischofskonferenz muss wegen sinkenden Einnahmen sparen.

Bern - Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) muss sparen. Sie plant die Arbeit der Kommissionen in Freiburg zu konzentrieren und 400 bis 450 Stellenprozente zu streichen, wie Mediensprecher Walter Müller am Samstag sagte.

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Er bestätigte damit Informationen der Tageszeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund». Laut Müller verlieren vier Mitarbeiter ihre Stelle, ein weiterer wird frühzeitig pensioniert.

Am stärksten betroffen ist die Kommission Justitia et Pax, wo 150 Stellenprozente wegfallen, wie bereits bekannt war. Aus Protest gegen die Massnahme war vergangene Woche der vierköpfige Ausschuss der Kommission, die sich mit sozialen und ethischen Fragen beschäftigt, zurückgetreten.

Gespart wird auch bei Dienststelle Migratio, die Seelsorge für Migranten betreibt. Deren Bestand soll von 260 auf 150 Stellenprozente reduziert werden. Beim Sekretariat fallen 70 und bei der Kommunikationsstelle 90 Stellenprozent weg.

Weniger Einnahmen

Grund für die Sparmassnahmen sind laut Müller die sinkenden Einnahmen der SBK. Vor allem vom katholischen Hilfswerk Fastenopfer fliesst den Bischöfen weniger Geld zu.

Nicht vom Sparzwang betroffen ist die Bioethik-Kommission der SBK. Diese wird im Gegenteil neu mit einer halben Stelle dotiert. Bisher arbeitete die Kommission ehrenamtlich.

«Fragen der Bioethik haben an Bedeutung gewonnen», begründete Walter Müller den Schritt. Diese Fragen verlangten viel Spezialwissen, etwa im Zusammenhang mit der Forschung an Embryonen.

Die Restrukturierung ist noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig laufen Gespräche zwischen Vertretern der SBK und des Ausschusses von Justitia et Pax, wie Müller sagte. Dass die Sparmassnahmen abgeschwächt werden, schloss er jedoch aus.

(bg/sda)

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