Bizarrer Streit um kasachischen Botschafter
publiziert: Sonntag, 3. Jun 2007 / 22:00 Uhr

Wien - Zwei Tage nach seiner Festnahme in Wien ist der kasachische Botschafter in Österreich, Rakhat Alijew, am Sonntag gegen eine Kaution in Höhe von einer Million Euro wieder auf freien Fuss gekommen.

Rakhat Alijew hat sich tagelang in seinem Haus verbarrikadiert. (Archivbild)
Rakhat Alijew hat sich tagelang in seinem Haus verbarrikadiert. (Archivbild)
1 Meldung im Zusammenhang
Wie ein Richter in Wien entschied, darf der Schwiegersohn des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew Österreich jedoch solange nicht verlassen, bis über ein Auslieferungantrag seines Heimatlandes entschieden ist.

Dem im eigenen Land prominenten Botschafter wird vorgeworfen, an der Entführung von zwei hohen Bankangestellten einer kasachischen Bank beteiligt gewesen zu sein.

Einer der Männer wird noch immer vermisst. Ausserdem soll er Urkundenfälschungen und Erpressungen begangen haben.

Beim Coiffeur verhaftet

Alijew hatte sich in der vergangenen Woche zunächst tagelang in seiner Wiener Residenz verbarrikadiert, um der Vollstreckung eines von der kasachischen Regierung bei Interpol beantragten internationalen Haftbefehls zu entgehen. Als er am Freitag einen Coiffeur besuchte, klickten die Handschellen.

Seit seiner Heirat mit der Präsidententochter 1991 hatte der Diplomat nach offizieller Darstellung wichtige Posten im Aussenministerium seines Landes inne und dabei ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Er fiel jedoch in Ungnade, als er seinen Schwiegervater öffentlich kritisierte.

Kasachstan hatte in Wien offiziell um die Auslieferung Alijews gebeten. Ein entsprechendes Abkommen besteht zwischen den beiden Ländern jedoch nicht.

(rr/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Astana - Bei der Parlamentswahl in ... mehr lesen
Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew kann seine Macht weiter ausbauen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 16°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 18°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 17°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 18°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 17°C 34°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 22°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten