Black or White: «Ich weiss wie Michael Jackson tickte»
publiziert: Sonntag, 9. Aug 2009 / 20:11 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Aug 2009 / 22:46 Uhr

Mit dem Buch «Black or White», über das Leben von Michael Jackson hat der Autor Hanspeter Künzler einen Hit gelandet. Es erschien kurz nach dem Tod des King of Pop. Im Interview mit news.ch nimmt Hanspeter Künzler Stellung zu den momentan kursierenden Gerüchten, das Leben des Michael Jackson und wie der King of Pop für die Nachwelt weiterleben wird.

«Black or White», das Buch von Hanspeter Künzler ist ein Kassenschlager.
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Michael Jackson hat seit Jahren keine Interviews mehr gegeben. Ist es Ihnen trotzdem gelungen etwas Licht ins Dunkle Leben des King of Pop zu bringen?

Künzler: Ja und nein. Ich habe mit seiner Schwester Janet und Bruder Jermaine gesprochen. Trotz allem ist das Leben von Michael Jackson sehr undurchsichtig. Mir wurde aber immer wieder gesagt, dass er ein unheimlich netter Typ war.

In ihrem Buch beschreiben Sie die Szene in London, bei der Michael Jackson das Stattfinden der zehn Konzerte in der O2 Arena bekannt gab. Sie glaubten es sei ein Double und nicht der King of Pop selbst. Sind Sie immer noch dieser Meinung?

Künzler: Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass es ein Double sein musste. Es gab viele Anzeichen, unter anderem war seine Stimme tiefer als sonst. Es ist ja auch bekannt, dass Michael Jackson bereits in den 80er Jahren mit vier Doubles gearbeitet hatte. Ich glaube aber, wenn er es ihn London nicht selbst gewesen wäre, hätte das mittlerweile jemand herausgefunden.

Es ist ja bekannt, dass wenn man sich sehr lange mit einer Person beschäftigt, dass man glaubt sie zu kennen obwohl, man sie nie persönlich getroffen hat. Haben Sie das Gefühl sie haben Michael Jackson gekannt?

Künzler:Ich würde sagen, ich habe eine Ahnung, wie er getickt hat. Ich glaube auch ich hätte mit ihm eine vernünftige Konversation führen können.

Was glauben Sie, warum hat er sein Äusseres so derart verändert?

Künzler: Ich finde die Theorie von Jane Fonda trifft es am ehesten. Sie sagte: «Michael ging es nicht darum weiss zu sein. Er wollte nur nicht so sein wie sein Vater.»

Für Aussenstehende schien Michael Jackson nicht ganz «normal» zu sein. War es seine nicht vorhandene Kindheit oder der Ruhm der ihn zu dem gemacht hat was er war?

Künzler: Ich glaube beides. Er hatte nie die Chance gehabt «normal» zu sein. Besser gesagt, er hat es nie gelernt. Als Kind wurde ihm immer diktiert was er zu tun und zu lassen hatte und plötzlich hatte er dann so viel Geld, das er machen konnte was er wollte. Diese Umstände liessen ihn auch in eine Traumwelt flüchten.

An der Trauerfeier konnte die Öffentlichkeit erstmals einen unverschleierten Blick auf die Kinder Paris, Prince und Blanket werfen. Und zum Erstaunen vieler wirkte sie normal. Halten Sie es für möglich, dass sie eine konventionelle Kindheit genossen haben?

Künzler:So normal wie es möglich ist, wenn der Vater so berühmt ist wie Michael Jackson und zudem so viel Geld hat. Ich weiss allerdings nicht, wie viel Kontakt die Kinder zur Aussenwelt hatten und ob es ihnen möglich war Freunde zu finden mit denen sie spielen konnten.

Die kleine Rede von Tochter Paris an der Trauerfeier war ein bewegender Moment. Denken Sie, das war geplant?

Künzler:Ja, da bin ich mir sicher. Ich glaube nicht, dass ein kleines Mädchen, dass gerade den Vater verloren hat, sagt, dass sie das machen möchte.

Die Trauerfeier war würdevoll und keine grosse Show. Hatten Sie damit gerechnet?

Künzler:Ehrlich gesagt ich hatte das Schlimmste befürchtet, muss aber sagen, dass es sehr würdevoll und still abgelaufen ist. Ausser dem Auftritt von US-Sänger Usher: Der war peinlich und übertrieben.

Momentan kursieren die Gerüchte, dass Conrad Murray Michel Jackson auf dem Gewissen haben soll. Auch der Vater Joe Jackson und die Schwester La Toya sind davon überzeugt, dass er ermordet wurde. Was glauben Sie?

Künzler:Die Jacksons sind bekannt dafür, dass sie sich schwer tun für etwas die Verantwortung zu übernehmen oder etwas hinzunehmen. Sprich es wird immer ein Schuldiger gesucht. In diesem Fall ist das jetzt Conrad Murray. Es könnte aber durchaus sein, dass es Leute gibt, die nicht wollten, dass er nochmals auftritt.

Wie wird in zehn Jahren von Michael Jackson gesprochen werden?

Künzler:Ich glaube nicht, dass er mit Elvis verglichen wird, was viele momentan denken. Ich denke er wird eine Starfigur bleiben, ähnlich wie der Schauspieler James Dean.

(Seraina Lutz/news.ch)

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