Blackberry-Streit: USA schalten sich ein
publiziert: Donnerstag, 5. Aug 2010 / 21:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Aug 2010 / 11:43 Uhr
Verschiedene arabische Staaten machen Sicherheitsbedenken geltend. (Symbolbild)
Verschiedene arabische Staaten machen Sicherheitsbedenken geltend. (Symbolbild)

Washington - Die US-Regierung schaltet sich in den Streit über die Datensicherheit von Blackberry-Mobiltelefonen ein. Aussenministerin Hillary Clinton teilte am Donnerstag mit, die USA würden in Kürze Expertengespräche mit Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten VAE führen, die ab Oktober alle internet-basierten Dienste des Smartphones abhängen wollen.

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Sie wisse um die legitimen Sicherheitsbedenken, es gebe aber auch legitime Zugangs- und Nutzerrechte, erklärte Clinton.

Saudi-Arabien will bereits ab Freitag den Messenger-Dienst des Blackberry stoppen. Auch in Libanon wurden Bedenken laut. Die Staaten machen Sicherheitssorgen geltend, weil die Daten direkt ins Ausland vermittelt werden und damit kein Einblick beispielsweise in die Kommunikation von Attentätern möglich sei.

Auch Indien verhandelt mit dem kanadischen Hersteller Research in Motion über einen grösseren Zugriff auf die Daten. Die USA haben die Entscheidung der VAE scharf als Eingriff in die Informationsfreiheit kritisiert.

Der Hersteller Research in Motion (RIM) bemühte sich am Donnerstag im Gespräch mit den zuständigen saudiarabischen Einrichtungen und drei nationalen Mobilfunkunternenehmen um einen Kompromiss. «Ich glaube, es wird eine lange Sitzung», sagte ein Vertreter von RIM vor dem Treffen.

(ht/sda)

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