Blair-Regierung stellt sich Stimmungstest
publiziert: Donnerstag, 4. Mai 2006 / 22:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 6. Mai 2006 / 00:34 Uhr

London - In Grossbritannien hat sich die Labour-Regierung von Premierminister Tony Blair zum ersten Mal seit der erneuten Wiederwahl im vergangenen Jahr einem Stimmungstest stellen müssen.

Nach den letzten Umfragen muss Labour mit einem Denkzettel rechnen.
Nach den letzten Umfragen muss Labour mit einem Denkzettel rechnen.
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Die Kommunalwahlen in England gelten als wichtiger Indikator für die Popularität des Regierungschefs. Nach den letzten Umfragen musste Labour mit einem schweren Denkzettel rechnen.

Die oppositionellen Konservativen und Liberaldemokraten konnten auf Stimmengewinne hoffen. In einigen Wahlkreisen wurde ein Erstarken der rechtsradikalen Partei BNP befürchtet.

Insgesamt waren 23 Millionen Einwohner Englands - mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten des Vereinigten Königreichs - zur Stimmabgabe aufgerufen. Bei strahlendem Sonnenschein war die Wahlbeteiligung in den ersten Stunden eher gering.

Urnengang bis am Abend

Allerdings wurde wegen des Werktags erwartet, dass viele Wähler ihre Stimme erst nach der Arbeit abgeben. Die Wahllokale blieben bis 23.00 Uhr Schweizer Zeit geöffnet, so dass mit Ergebnissen erst am frühen Freitag gerechnet wurde.

Zu vergeben waren insgesamt 4360 Sitze in Stadt- und Gemeinderäten. Mit besonderem Interesse wurde der Wahlausgang in der Hauptstadt London betrachtet, wo die Kommunalparlamente in allen Stadtteilen neu besetzt werden.

Dort gaben am Morgen auch Premierminister Blair und seine Ehefrau Cherie ihre Stimmen ab. Die britische Presse spekulierte, dass bei einem Wahldebakel für Labour schnell eine Regierungsumbildung folgt. Die Opposition wirft Blair vor, nach neun Jahren im Amt verbraucht zu sein.

Affairen innerhalb Regierung

Der Wahlkampf war in den letzten Tagen bestimmt durch mehrere Affären innerhalb der Regierung. Dazu gehörte die versäumte Abschiebung von mehr als 1000 ausländischen Straftätern, die nach der Verbüssung ihrer Haftstrafe in Grossbritannien bleiben durften.

Innenminister Charles Clarke steht deshalb schwer unter Druck. Vize- Regierungschef John Prescott geriet durch die aussereheliche Beziehung mit einer Sekretärin in die Schlagzeilen.

(ht/sda)

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