Blair besucht als erster alliierter Regierungschef Irak
publiziert: Donnerstag, 29. Mai 2003 / 18:04 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 29. Mai 2003 / 19:44 Uhr

Basra - Als erster westlicher Regierungschef seit dem Krieg hat der britische Premierminister Tony Blair Irak besucht. Der Irak-Krieg sei einer der entscheidenden Momente des Jahrhunderts, sagte Blair vor hunderten britischen Soldaten in Basra.

Die Befreiung von Saddam sei eine grosse Leistung, sagte Blair in der südirakischen Stadt weiter. Er würdigte Professionalität, Mut und Engegement seiner Truppen. Ihre Rolle beim Wiederaufbau sei bemerkenswert.

Zuvor war der Premier mit US-Zivilverwalter Paul Bremer und dessen britischem Kollegen John Sawers zusammengetroffen. Er habe Blair von klaren Beweisen für eine iranische Einflussnahme berichtet, sagte Sawers. So versuchten iranische Mullahs der Bevölkerung in Basra den Alkohol zu verbieten und Frauen zum Tragen von Schleiern zu zwingen.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld warnte Iran in scharfen Worten vor einer Einflussnahme. Jeder Versuch Teherans, Irak nach seinem Vorbild zu gestalten, werde gewaltsam unterbunden, sagte Rumsfeld am Dienstagabend in New York.

In Bagdad demonstrierten hunderte Schiiten gegen die US-geführte Besatzung. Briten und Amerikaner sind Verräter, skandierten die Demonstranten. In der Stadt Hit 200 Kilometer westlich räumten die US-Truppen nach gewalttätigen schiitischen Protesten ein Polizeikommissariat.

Zwei US-Soldaten waren am Mittwoch bei einem Granatenangriff verletzt worden. Der geistliche Führer Irans, Ayatollah Ali Chamenei, rief sein Volk zum Widerstand gegen die USA auf. Bei einem Angriff auf die US-Truppen am Donnerstag wurde nach Angaben des US-Zentralkommandos ein US-Soldat getötet.

Blair wollte nach einem Besuch im einzigen irakischen Tiefseehafen Umm Kasr noch am Donnerstag nach Kuwait zurückkehren. besucht. Grossbritannien stationierte für den Irak-Krieg mehr als 45 000 Soldaten in der Golfregion; 34 von ihnen kamen ums Leben.

(bert/sda)

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