Blair verteidigt Irak-Entscheidung in Unterhausdebatte
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 18:04 Uhr

London - In einer turbulenten Unterhausdebatte hat der britische Premier Tony Blair seine Entscheidung zum Irak-Krieg abermals verteidigt. Seine Ausführungen in der Fragestunde wurden von Zwischenrufen von Kriegsgegnern gestört.

Der britische Premierminister Tony Blair verteidigt seine Irak-Politik eisern.
Der britische Premierminister Tony Blair verteidigt seine Irak-Politik eisern.
Die Sitzung wurde wegen der Störungen kurzzeitig unterbrochen. Sechs der Anti-Kriegsdemonstranten wurden im Unterhaus in Verwahrung genommen.

In der Debatte sollte es hauptsächlich um den vor einer Woche vorgelegten Hutton-Bericht über den Selbstmord des Waffenexperten David Kelly gehen. Darin war Blair bescheinigt worden, dass Vorwürfe, die Regierung habe die Bedrohung durch die Massenvernichtungswaffen des Irak aufgebauscht, unbegründet gewesen seien.

Vor den Abgeordneten zeigte sich Blair überzeugt, dass die Kriegsentscheidung richtig war. Das Land und unsere Streitkräfte sollten stolz darauf sein, was wir erreicht haben, sagte der Regierungschef.

Es sei richtig gewesen, gegen Saddam Hussein vorzugehen. Die Welt weiss jetzt, dass wir zurückschlagen, sagte Blair unter Hinweis auf die Militäraktion.

Blair räumte aber Rückschläge bei der Suche nach Massenvernichtungswaffen in Irak ein, gleichzeitig hob er die Funde durch Waffenexperten hervor. In Irak entdeckte Labors und Dokumente kämen einem vielfachen Bruch von UNO-Resolutionen gleich, sagte Blair.

Blair ging auch auf die Arbeit des am Vortag eingesetzten Ausschusses ein, der die Zuverlässigkeit des Geheimdienstmaterials über die angeblichen Massenvernichtungswaffen von Sadam Hussein überprüfen soll. Der Ausschuss sei ausdrücklich nicht zur Prüfung der Frage ermächtigt, ob die Kriegsentscheidung rechtens gewesen sei, stellte Blair klar.

(tr/sda)

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