Blair vor dem US-Kongress: Der Krieg gegen Irak war richtig
publiziert: Freitag, 18. Jul 2003 / 07:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Jul 2003 / 08:42 Uhr

Washington - Der britische Premier Tony Blair hat vor dem US-Kongress in Washington den Krieg gegen Irak gerechtfertigt. Er sei auch dann richtig gewesen, selbst wenn nicht bewiesen werden könne, dass Terroristen dort mit Massenvernichtungswaffen versorgt wurden, sagte er.

Lassen sie uns nur eins sagen: Wenn wir falsch liegen, dann haben wir dennoch eine Bedrohung zerstört, die in jedem Fall für unmenschliche Massaker und Leiden verantwortlich war, sagte Blair. Ich bin davon überzeugt, dass die Geschichte uns vergeben wird.

Blair betonte erneut, dass er an den umstrittenen Geheimdiensterkenntnissen, die London und Washington als Kriegsgrund herangezogen hatten, festhalte.

Behauptung zurückgezogen Dabei geht es unter anderem um den Vorwurf, Irak habe in Afrika Uran für ein Atomwaffenprogramm kaufen wollen.

Das Weisse Haus hat inzwischen eingeräumt, dass es für die Behauptung keine einwandfreie Grundlage gibt.

Blair wurde im Kongress überschwänglich empfangen und während seiner Rede immer wieder von Applaus unterbrochen.

Die Parlamentsmitglieder feierten Blair, der innenpolitisch schwer unter Druck steht, demonstrativ als standfesten Alliierten im Irak-Krieg.

UNO: Zentrale Rolle

Um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu verhindern, müssten die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle spielen, forderte Blair vor den rund tausend Zuhörern im US-Kongress.

Die UNO sei nicht nur ein Instrument zur Debatte, sondern auch zum Handeln. Deshalb solle der UNO-Sicherheitsrat reformiert werden.

Kein Herumkommandieren

Die Europäer mahnte Blair, den Anti-Amerikanismus zu bekämpfen. An die USA appellierte er, Überzeugung zur Grundlage der Partnerschaft zu machen, kein Herumkommandieren.

Blair dankte US-Präsident George W. Bush für dessen politische Führungskraft in schwierigen Zeiten.

Der Auftritt vor dem US-Kongress ist eine seltene Ehre für ausländische Staatsgäste. Von den britischen Regierungschefs hatte zuletzt Margaret Thatcher 1985 das Wort vor beiden Häusern des amerikanischen Parlaments ergriffen.

(bsk/sda)

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