Blairs Aussenpolitik ohne Einfluss auf Washington
publiziert: Dienstag, 19. Dez 2006 / 10:40 Uhr

London - Grossbritanniens Premierminister Tony Blair hat keinerlei Einfluss auf die Aussenpolitik von US-Präsident George W. Bush. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des renommierten britischen Think Tanks Chatham House.

Blair habe «auf harte Weise gelernt», dass «Loyalität in der internationalen Politik wenig zählt».
Blair habe «auf harte Weise gelernt», dass «Loyalität in der internationalen Politik wenig zählt».
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«Der grösste Misserfolg von Tony Blairs Aussenpolitik war ihre Unfähigkeit, die Bush-Regierung in entscheidender Weise zu beeinflussen - trotz der militärischen, politischen und finanziellen Opfer, die das Vereinigte Königreich gebracht hat», heisst es in einem Bericht der Londoner Denkfabrik.

«Die nach dem 11. September getroffene Entscheidung, im Irak einzumarschieren, war ein schwer wiegender Fehler, und das derzeitige Debakel wird viele Jahre lang politisch widerhallen», heisst es in dem vom scheidenden Institutsdirektor Victor Bulmer-Thomas verfassten Bericht weiter.

Es sei falsch gewesen, den Krieg mit dem Argument zu rechtfertigen, der damalige irakische Präsident Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen besessen. Das Urteil, ob Blair mit dieser Behauptung übertrieben habe, stehe noch aus.

Keine «spezielle» Beziehung

Blair habe «auf harte Weise gelernt», dass «Loyalität in der internationalen Politik wenig zählt», analysiert Bulmer-Thomas. Während die Beziehungen zu den USA von Grossbritannien als «speziell» bezeichnet würden, hätten die USA sie nie mehr als «eng» genannt.

Chatham House empfiehlt der britischen Regierung, sich auf engere Beziehungen zu den anderen europäischen Staaten zu konzentrieren, anstatt «bedingungslose Unterstützung» für die US-Aussenpolitik zu gewähren.

(bert/sda)

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