Blattmann: «Armee-Diskussion dringend nötig»
publiziert: Sonntag, 21. Nov 2010 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Nov 2010 / 16:52 Uhr
Korpskommandant André Blattmann.
Korpskommandant André Blattmann.

Uster ZH - Korpskommandant André Blattmann hat die Schweiz in seiner Rede am Ustertag 2010 als «unvergleichliche Erfolgsstory» bezeichnet. Um Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg auch in Zukunft zu ermöglichen, brauche es Sicherheit und verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger.

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«Würden Sie sich in einem Land an Abstimmungen beteiligen, wenn das Überleben ihrer Familie davon abhängt, wen sie gewählt haben? Würden Sie Ihr Erspartes an einem Ort investieren, wo Ihr Eigentum nicht geschützt ist?», fragte der Armeechef gemäss Redetext an den Feierlichkeiten am Sonntag in der reformierten Kirche Uster ZH.

Die Antworten auf diese Fragen zeigten, dass fehlende Sicherheit letztlich alles in Frage stelle, in letzter Konsequenz auch die Volksrechte, sagte Blattmann. Der Wert der Sicherheit lasse sich nicht hoch genug beziffern.

Laut Blattmann muss deshalb dringend die Diskussion geführt werden, «wieviel Sicherheit wir brauchen und wie viel diese Sicherheit uns Wert ist». In diesem Sinne sei der Armeebericht auch als Chance zu sehen.

Es brauche einen tragfähigen Konsens über die künftige Ausrichtung der Sicherheitspolitik, sagte er weiter. Um diesbezüglich Entscheide zu treffen, brauche es Mut, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein. Zudem benötige es Institutionen, die in der Lage seien, diese Vorgaben auch umzusetzen.

Armee soll schützen, helfen, kämpfen

Die Aufgaben der Armee hätten sich verändert. Um den «grossen vaterländischen Krieg» gehe es nicht, sagte der Korpskommandant. Allerdings müsse die Kernkompetenz zur Abwehr eines militärischen Angriffs aufrecht erhalten bleiben.

Zudem schütze die Armee wichtige Infrastruktureinrichtungen und helfe - beispielsweise bei Katastrophen im In- und Ausland. Die Armee sei «unsere Versicherung in Sachen Sicherheit». Wer die Prämie reduzieren wolle, erhöhe den Selbstbehalt. Im Bereich Sicherheit heisse der Selbstbehalt «Verwüstung, Schäden, Verletzung und Tod».

(bert/sda)

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