Blauen Dunst aus öffentlichen Gebäuden verbannen
publiziert: Dienstag, 29. Mai 2007 / 15:25 Uhr

Genf - Das Rauchen soll in allen öffentlichen Gebäuden verboten werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte dies im Hinblick auf den Weltnichtrauchertag am Donnerstag.

Rauchen tötet auch Nichtraucher.
Rauchen tötet auch Nichtraucher.
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«Die wissenschaftlichen Beweise sind unwiderlegbar. Passivrauchen tötet», erklärte Armando Peruga, Koordinator des Kampfes gegen das Rauchen der WTO, in Genf.

Es sei dringend notwendig, dass alle Länder das Rauchen aus allen öffentlichen Gebäuden und geschlossenen Arbeitsräumen verbanne, bekräftigte die UNO-Agentur.

Der französische Sänger Renaud, der die Aktion unterstützt, berichtete von seinen Versuchen, sich von dieser «harten Droge» zu befreien.

«Das Rauchverbot an öffentlichen Orten ist keine Einschränkung der Freiheit. Im Gegenteil: Es ist ein Kampf für die Freiheit gegen die sklavenartige Abhängigkeit», sagte er.

Tabakrauch enthält etwa 4000 bekannte chemische Substanzen, davon sind gemäss WTO-Angaben über 50 krebserregend. Das Passivrauchen bewirkt Herz- und Atemwegserkrankungen, die zu verfrühtem Tod führen können. Es verschlimmert auch bereits bestehende Gesundheitsprobleme bei Kindern, etwa Asthma.

200'000 sterben jedes Jahr

Die WHO schätzt, dass jedes Jahr 200'000 Arbeitnehmende an den Folgen des Passivrauchens am Arbeitsplatz sterben. Rund 700 Millionen Kinder, fast die Hälfte der Kinder dieser Welt, atmen vor allem zu Hause mit Tabakrauch verschmutzte Luft ein.

Eine Untersuchung der WHO und des US-Center for Disease Control and Prevention (CDC) bei Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren zeigte, dass rund 44 Prozent daheim und rund 56 Prozent an öffentlichen Orten dem Rauch ausgesetzt sind.

Wegen Tabakgebrauchs sterben pro Jahr über fünf Millionen Menschen. Es ist weltweit die wichtigste vermeidbare Todesursache.

(li/sda)

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