Blitzeinschlag verursachte Stromausfälle in USA und Kanada
publiziert: Freitag, 15. Aug 2003 / 07:12 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Aug 2003 / 08:14 Uhr

Ottawa/New York - Ein Blitzschlag in einem US-Kraftwerk hat nach Angaben der kanadischen Regierung den gigantischen Stromausfall in Nordostamerika ausgelöst. Der Blackout führte in mehreren Grossstädten der USA und Kanadas zu einem Chaos.

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Der Blitzschlag habe ein Feuer in einem Kraftwerk der Firma Con-Edison in der Niagara-Region auf US-Seite verursacht, erklärte eine Sprecherin des kanadischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag (Ortszeit) in Ottawa.

Der Blitzeinschlag habe einen Domino-Effekt ausgelöst und Stromausfälle auf einem Gebiet von 9300 Quadratkilometern verursacht. Betroffen waren die US-Städte New York, Detroit (Michigan), Cleveland und Toledo (Ohio) sowie die kanadischen Städte Ottawa und Toronto.

Über 10 Mio. ohne Strom

Der New Yorker Gouverneur George Pataki sagte, mehr als die Hälfte der 19 Millionen Einwohner des Bundesstaats seien ohne Strom. Pataki hatte nach dem Stromausfall für den Bundesstaat den Notstand ausgerufen.

In einer allerersten Reaktion hatte die Bevölkerung New Yorks befürchtet, beim Stromausfall könnte es sich um einen neuerlichen Terroranschlag handeln.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hatte die Bevölkerung sehr schnell nach dem Ausfall beruhingt und versichert, dass es nicht ein Terroranschlag dahinter stecke.

Zwei Stunden unterbruch

Bis zur völligen Wiederherstellung der Stromversorgung sollte es laut Bloomberg einige Stunden dauern. In Kandada kehrte der Strom in einigen Regionen nach zwei Stunden Ausfall wieder zurück.

Der Stromausfall am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) brachte zur Hauptverkehrszeit den Verkehr in den Millionenmetropolen fast völlig zum Erliegen. Viele Menschen sassen in der U-Bahn, in Zügen und Fahrstühlen fest.

Bürohäuser wurden evakuiert, Hundertausende Menschen strömten auf die Strassen New Yorks. Verletzt worden sei niemand, hiess von den Behörden. In langen Schlangen wollten die Menschen noch vor Einbruch der Dunkelheit in ihre Wohnvororte zu kommen.

Die meisten Spitäler konnten ihren Betrieb mit Notstrom fortsetzen. Nur in einer Klinik fiel der Strom ganz aus. Bloombergs Rat: Verbringen Sie die Zeit, gehen Sie in Gaststätten, und morgen früh können Sie sagen, ich war da, als der Strom weg war.

Bereits 1965 und 1977 war es in Nordamerika zu vergleichbaren Blackouts gekommen.

(bsk/sda)

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