Blix: UNO-Inspektoren sollen die Wahrheit aufdecken
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 21:32 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 22:10 Uhr

New York - UNO-Inspektoren sollen die Wahrheit über die irakischen Massenvernichtungswaffen aufdecken. Das forderte der scheidende Chefinspektor Hans Blix bei seinem letzten öffentlichen Auftritt vor dem Sicherheitsrat.

Hans Blix:  UNO-Inspektoren nach Irak.
Hans Blix: UNO-Inspektoren nach Irak.
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Unter Bedingungen, wie sie nach dem Sturz Saddam Husseins herrschten, müsste es möglich sein, die Wahrheit herauszufinden, die wir alle erfahren wollen, sagte Blix bei der Übergabe seines letzten Tätigkeitsberichtes.

Blix, der nach seinem 75. Geburtstag am 28. Juni in den Ruhestand geht, bekräftigte, dass seine Inspektoren keine Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen gefunden hatten.

Der Grund dafür könne entweder sein, dass sie vom Saddam-Regime alle vernichtet oder dass sie sehr gut versteckt worden seien. Das herauszufinden, wäre angesichts der jetzigen Möglichkeiten zur Befragung irakischer Zeugen leicht möglich, sagte er.

Blix ging nicht direkt auf die Vorwürfe ein, die USA und Grossbritannien hätten Geheimdienstinformationen über irakische Massenvernichtungswaffen aufgebauscht, um ihren Krieg rechtfertigen zu können. In beiden Ländern wollen Parlamentsausschüsse diesem Verdacht nachgehen.

Nach Angaben der Washington Post haben Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA vor dem Krieg Druck aus dem Weissen Haus verspürt, ihre Berichte der harten Position der Regierung Bush anzupassen.

Von Vizepräsident Dick Cheney und seinen engsten Mitarbeitern seien nach Angaben aus CIA-Kreisen beabsichtigt oder unbeabsichtigt Signale ausgestrahlt worden, dass ein bestimmtes Ergebnis bei den Berichten über die Massenvernichtungswaffen und die Verbindungen Iraks zum Terrornetzwerk El Kaida erwartet wurde.

Der deutsche UN-Waffeninspekteur Bernd Birkicht äusserte erhebliche Zweifel an der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak. Im Info-Radio Berlin-Brandenburg sagte er, dass sich Hinweise der CIA bei Überprüfungen durch die UNO-Experten stets als falsch herausgestellt hätten.

Wenn jetzt im Irak etwas gefunden werden sollte, dann wäre ich der Meinung, dass es vorher nicht da gewesen ist, sagte er dem Sender.

(bert/sda)

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