Blocher am Comptoir Suisse: «Ich bin kein Rassist»
publiziert: Dienstag, 18. Sep 2007 / 19:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Sep 2007 / 22:53 Uhr

Lausanne - In Lausanne ist es anlässlich des Besuchs von Bundesrat Christoph Blocher am 88. Comptoir Suisse zu Ausschreitungen gekommen. Vorher hatten rund 2000 Menschen friedlich gegen die SVP und ihren Bundesrat demonstriert.

Blocher machte in seiner Rede keine Anspielungen auf die gegenwärtige Polemik über seine Person.
Blocher machte in seiner Rede keine Anspielungen auf die gegenwärtige Polemik über seine Person.
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Sie waren einem Aufruf von über 20 Organisationen und linken Parteien gefolgt, die damit insbesondere gegen die Plakatkampagne der SVP für die Initiative zur «Ausschaffung krimineller Ausländer» protestieren wollten. Sie kritisierten, dass dem SVP-Bundesrat am Comptoir, der Waadtländer Herbstmesse, eine Plattform geboten werde.

Noch während des offiziellen Besuchs kam es vor dem Messegelände zu Ausschreitungen. Nach Demoschluss versuchten rund 100 teils vermummte Demonstranten aufs Messegelände zu gelangen. Erfolglos.

Drinnen im Palais de Beaulieu kam es zu keinen Störungen. Mit grossem Applaus war Blocher von einem mehrheitlich älteren Publikum empfangen worden. Die offiziellen Vertreter Lausannes und der Waadt waren in ihren Reden dagegen weniger freundlich.

Kritik von Regierungsvertretern

Als erster ergriff Lausannes Stadtpräsident, der Grüne Daniel Brélaz, das Wort. Er plädierte für eine kosmopolitische und offene Schweiz. Auch der Waadtländer Regierungspräsident Pascal Broulis (FDP) liess Kritik an der Politik Blochers durchscheinen. Er sprach in seiner Rede von falschen Verteidigern des Vaterlandes.

Blocher selber machte in seiner Rede keine Anspielungen auf die gegenwärtige Polemik über seine Person im Zusammenhang mit dem Abgang von Bundesanwalt Valentin Roschacher. Stattdessen griff er das Thema Hochkonjunktur auf: Diese sei Gift für die Politik, warnte der ehemalige Grossunternehmer. Mit den sprudelnden Steuergeldern wüchsen die Begehrlichkeiten.

Die Rede schloss er mit der Bemerkung, dass er hoffentlich nicht zu provokativ aufgetreten sei. Auf Fragen der Presse schob er «der Linken» die Verantwortung für Demonstrationen zu, die aus dem Ruder laufen, wenn er irgendwo auftritt. Er sei ausserdem kein Rassist, sagte er an die Adresse der Demonstrierenden.

(smw/sda)

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