Blocher will Rückzug als SVP-Vizepräsident prüfen
Blocher erwägt Rückzug als SVP-Vizepräsident
publiziert: Sonntag, 18. Dez 2011 / 13:19 Uhr
Christoph Blocher: «Wer sagt 'Nein, nie mit der SVP!', der erweckt den Eindruck einer Sekte.»
Christoph Blocher: «Wer sagt 'Nein, nie mit der SVP!', der erweckt den Eindruck einer Sekte.»

Bern - Nach den Niederlagen bei den Nationalrats-, Ständerats- und Bundesratswahlen sucht die SVP ihren neuen Kurs. Die Kritik an der SVP-Führungsriege ertönt lauter als auch schon. Strategiechef Christoph Blocher überlegt sich, ob er weiter Partei-Vizepräsident bleiben will.

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Auf die Frage, ob er sicher SVP-Vizepräsident bleibe, sagte Blocher in einem Interview mit der «SonntagsZeitung»: «Nein, das ist nicht sicher. Das ist durch die Partei zu prüfen, und ich prüfe dies auch für mich.» Entscheidend sei, welche Führungsstruktur die richtige sei für die Zukunft der Partei.

Blocher, Fraktionschef Caspar Baader und auch Parteipräsident Toni Brunner gerieten in die Kritik, nachdem es der SVP nicht gelungen war, den geforderten zweiten Regierungssitz zu sichern. Der Glarner SVP-Ständerat This Jenny kritisierte in einem Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag» erneut, dass die SVP nicht von Anfang an eine Attacke auf die FDP ins Auge fasste.

Einen Rückzug Blochers forderte Jenny aber nicht. «Aber es müssen ihm Leute gegenübersitzen, die ihn herausfordern und zum Überdenken seiner Strategie zwingen», sagte er. Es müsse wieder vertiefte Diskussionen geben.

Auch aus Sicht des Schwyzer SVP-Ständerats Alex Kuprecht sollte sich in der SVP «ein ganzes Team» über die Parteiausrichtung Gedanken machen, und nicht nur ein Strategiechef. Die Partei sei zu stark von einzelnen Personen abhängig, sagte er in einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag».

Mehr Diskussionen gefordert

Blocher selbst stimmt teilweise zu: «Die parteiinterne Diskussion ist in den letzten Jahren eingeschlafen.» Früher habe es nächtelange Streitereien über den richtigen Kurs gegeben. Langsam komme das wieder. Auch gegen neue Führungskräfte wolle er sich nicht wehren: «Gute Führungskräfte, die Zeit und Ansehen für die Parteipolitik opfern, sind gefragt.»

Im Zusammenhang mit der Strategie bei der Wahl am vergangenen Mittwoch räumte Blocher Fehler ein: Dass die SVP nicht bereits den FDP-Sitz von Didier Burkhalter, sondern erst jenen von Johann Schneider-Ammann angriff, sei ein Fehler im Ablauf gewesen.

Auch in der Affäre um den schliesslich zurückgezogenen Bundesratskandidaten Bruno Zuppiger seien vielleicht einige Fehler passiert, sagte Blocher der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche». Am kommenden Dienstag will die Fraktion eine Aussprache führen.

Hart ins Gericht geht Blocher derweil mit der FDP: Sie schliesse sich ab und arbeite in vielen Kantonen nicht mehr in einem Bündnis mit der SVP. Dabei sollte es aus Blochers Sicht gemeinsames Ziel sein, möglichst viele bürgerliche Sitze zu erreichen. «Wer sagt 'Nein, nie mit der SVP!', der erweckt den Eindruck einer Sekte», sagte Blocher zur «SonntagsZeitung».

(asu/sda)

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Beerdigung
Es soll doch um Himmels Willen gehen, sonst wird eines Tages die SVP mit ihm beerdigt. Er kommt mir vor wie die englische Königin, eines Tages will niemand mehr die Monarchie, weil sie nur Geld und Nerven kostet.
Sie Sorgen der CH - die SVP !
Es scheint für die Politiker aller Schattierungen ist die SVP unser Hauptproblem. Für mich ist es die gewaltige Überbevölkerung und damit die Übernutzung der CH. Wachstum soll unsere Probleme lösen. Dieses ist doch längst einem vieles vernichtenden Wuchern gewichen mit Anzeichen eines unheilbaren Krebsgeschwürs.
kubra, ich glaube, dass Sie falsch liegen!
Das Nest aus dem dieser Roland 71. gefallen sein muss, scheint mir eine evangelische Freikirche zu sein. Diese sind oft unerträglich aggressiv ...
Das Thema Blocher ist zum Glück vorbei ... Anders kann es gar nicht sein!
Wie gescheit und gut die - jetzt - beiden B. Brunner und Bader - dann noch der Irre ... Dann hat's sich wohl!
Ich bin auch gespannt, was jetzt wird ....
Das Thema Blocher ist zum Glück vorbei ... Anders kann es gar nicht sein!
Wie gescheit und gut die - jetzt - beiden B. Brunner und Bader - dann noch der Irre ... Dann hat's sich wohl!
Ich bin auch gespannt, was jetzt wird ....
SchneiderAmmann
hat seinen Verbleib im BR der geradezu saudummen "Strategie" der SVP Riege zu verdanken.

Er wird sicher nie abgewählt werden, ich vermute, dass gar kein BR mehr abgewählt werden wird. Dazu hat sich die Bundesversammlung nun bekannt, zumindest die CVP und FDP.

Damit kann ich auch gut leben. Ausserdem soll man Schneider-Ammann noch mal eine Chance geben.
Unsere Politik ist eben träge
Wir wähle im Prinzip eine Bundesrat auf Lebenszeit. Das schein auch ein Punkt zu sein, zu dem das Parlament nach den beiden Abwahlen wieder zurück will. Ein BR entscheidet selber ob er/sie zurücktreten will. Da kann es sein das der Bundesrat sich nicht mit den Kräfteverteilungen im Parlament deckt. Das ist eben so in unserem System. Es heisst dann halt auch das eine Null Nummer wie Schneider-Amman (bist jetzt wenigsten) auf 8-10 Jahren BR bleiben wird.

Diese Propaganda wirkt aber nur bei SEEEHR einfachen Leuten. :-)
Bitterböse
EWS wird in 8 Jahren, nach 12 jähriger Amtszeit ganz freiwillig zurücktreten.
Ich hoffe doch sehr, dass Blocher noch mindestens 7 Jahre und 11 Monate lebt um EWSs Amtszeit voll mitzuerleben.

Was die Zusammensetzung des BR betrifft: Da können Sie noch lange erzählen...die Rechtspopulisten und deren Anhänger werden jetzt immer behaupten, wir hätten eine Mitte-Links Regierung. Das gehört eben dazu, Propaganda. Und immer schön repetieren, damit es die Dummen irgendwann auch glauben und brav SVP Wählen gehen.
Natürlich ist der unbestritten
Nach der Zauberformel wie sie bis vor..... wann wurde Ruth Metzler abgewählt? war es das auch. Wir sind jetzt in einer Face, wo sich die Politik anders ausrichtet. Die Zauberformel wurde schon damals nicht mehr beachtet. Was ist überhaupt die Zauberformel? Ich sehe sie so, die grossen Parteien, Bundesratsparteien, teilen sich die Regierungsverantwortung entsprechen ihrer Grösse, So wie es aussieht scheinen sich die grossen Parteien in diesem Punkt nicht mehr ganz einig zu sein. Weil jetzt eben die kleinen, Mitte und Rechtsparteien ihre Stimme sehr deutlich erheben. Das ist eine neue Situation nach den Wahlen. Bis vor den Wahlen war das noch anders. Die SVP hatte zwei Sitze, durch Dinge die wir schon bis zum Exzess diskutiert haben, hatten sie eine zeit lang gar keinen mehr. Das ist jetzt aber Geschichte. Das neue, vom VOLK zusammengestellte Parlament hat entschieden. Die SVP hat jetzt nur die Möglichkeit das zu akzeptieren und mitzuarbeiten. Oder sie trötzeln und machen Fundamental Opposition. Mit beiden habe ich kein Problem, weil sich beide Wege marginal unterscheiden. Das war wohl der Grund warum die Mehrheit im Parlament alles so lassen wollte wie es in den letzten Jahren war und wie es gut funktioniert hat. Vermute ich jetzt einfach mal. Die SVP kann jetzt machen was sie will. Sie wird Mehrheiten finden müssen, wenn sie ihre zwei Sitze will. Und Mehrheiten findet man nicht mit dem Messer in der Hand. Es ist eigentlich ganz simpel. Wenn ein FDP BR zurücktritt, hat sie eine Möglichkeit. Ob sie den Sitz von EWS in der nächsten Zeit bekommt, bezweifle ich ernsthaft. Frühestens nach den nächsten Wahlen und auch nur dann wenn es in der Schweiz einen Rechtsrutsch gibt. Was ich natürlich nicht hoffe. Das in die Mitte gerückte Parlament wird nie einen Rechtsbürgerlichen dominierten Bundesrat aus zwei FDP und zwei SVP unterstützen. Nebenbei ist unser BR nach wie vor rechtsbürgerlich Dominiert einfach mit drei Parteien, ich bin gespannt wie das mit dem neuen Parlament funktioniert.

Den Rest Ihres Beitrages kann ich nicht beantworten. Das ist, bei allem Respekt, ein Aneinanderreihen von populistischen Sprüchen alla Mörgeli oder Blocher oder Kubra. Das ich damit nichts anfangen kann, sollten Sie in der Zwischenzeit wissen.

Für mich ist dieses Thema erledigt.
EWS Trauma
Ihr EWS Trauma ist ja schon fast so akut wie Blocher's.

Allerdings sollten Sie schon wissen, dass selbst wenn jetzt 2 SVP FDP im BR wären, dies nur sehr wenig ändern würde.

Das Volk hat den NR und SR zusammengesetzt, das bleibt nun mal Tatsache.

Nun, da sich der Rauch gelichtet hat von den BR Wahlen, denke ich auch, dass es so unzufriedenstellend ist. Habe ja auch nie was anderes behauptet. Leben kann ich damit.
Besser fände ich aber schon, wenn die SVP zum ersten Mal Eier hätte und konsequent wäre und Maurer abziehen würde.
Das wäre ein Zeichen, das würde Opposition bedeuten.
Leider aber waren es ja die erwarteten leeren Drohungen.
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